Kinderfernsehen : TV-Comeback für "Lassie"

Nach „Biene Maja“ kehrt auch "Lassie", der berühmteste Hund der Welt, ins Fernsehen zurück. Fehlen noch „Flipper“, „Black Beauty“ oder „Daktari“.

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Collie Lassie mit Freund Timmy (Jon Provost).
Collie Lassie mit Freund Timmy (Jon Provost).Foto: dpa

Der berühmteste Hund der Welt kehrt ins Fernsehen zurück: Lassie. 75 Jahre nach dem ersten Auftritt der Langhaarcollie, als Kurzgeschichte in der „Saturday Evening Post“, hat die Produktionsfirma Dreamworks eine Rückkehr des Hundes angekündigt. Allerdings ist noch nicht klar, in welcher Form dies geschehen soll. Dreamworks war sowohl mit Real- („Transformers“) wie auch mit Trickfilmen („Shrek“) erfolgreich und stellt mit Kooperationspartnern TV-Serien her.

Einer der Partner von Dreamworks ist Steven Spielberg. Es ist also davon auszugehen, dass „Lassie“ reloaded einen größeren Aufschlag bekommt. „Sie ist heldenhaft, sie ist treu, sie ist wirklich des Menschen bester Freund“, sagte Dreamworks-Partner Jeffrey Katzenberg über die tierische Heldin. „Sie ist das bekannteste Haustier der Welt.“ Eine Umfrage hat gezeigt, dass in den USA, dem weltgrößten Fernsehmarkt, 83 Prozent der Zuschauer Lassie kennen. Auf dem zweitgrößten, China, seien es 70 Prozent. In Deutschland wird es ähnlich sein, bei der Titelmelodie zum Mitsummen und -pfeifen, aus der Feder von Fred Strittmatter.

„Lassie“, eine der erfolgreichsten Serien der Fernsehgeschichte

Lassie hatte sein Kinodebüt vor 70 Jahren in „Lassie Come Home“. 1954 startete mit „Lassie“ eine der erfolgreichsten Serien der Fernsehgeschichte. In 19 Staffeln erwies sich der Collie als Wunderhund und rettete regelmäßig dem kleinen Timmy das Leben. Dessen Darsteller, Jon Provost, gibt heute noch mit 63 Jahren Autogrammstunden. Lassie wurde zumeist von Rüden gespielt, weil die Männchen ein volleres Fell besitzen. Lassie ist eines von nur drei Tieren, die ihren eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame haben. „Lassie“ wurde dann in den späten 1980ern noch einmal als Serie aufgelegt. Diesmal hieß es „The new Lassie“. Aus Timmy wurde ein „Will“. Von den Original-„Lassie“-Folgen wird vermutet, dass sie zum Teil gar nicht mehr existieren.

Die Chancen stehen gut für ein Comeback. Kinderfernsehen im Retrotrend. Zuletzt gab es im ZDF ein Wiedersehen mit der „Biene Maja“ im Zeichentrick-Hightech-Gewand. Auch die „Augsburger Puppenkiste“ kehrt demnächst mit Neuinszenierungen für die ARD auf den Bildschirm zurück. Fehlen noch „Flipper“ oder „Black Beauty“. Die Diversifizierung der Kinderkanäle Kika, SuperRTL, Nick & Co. hat gezeigt, dass mit neuen Ideen nicht immer Zuschauer zu gewinnen sind, ganz zu schweigen vom Credo der Medienpädagogen in Sachen Kinderfernsehen – keine Gewalt, nicht zu rasant und nicht bedrohlich –, vom Sinn des Trash à la „SpongeBob“.

„Lassie“ war und ist da einfach nicht totzukriegen. 2005 lief eine Neuauflage der Geschichte vom treuen Hund in US-amerikanischen Kinos an. Was da passierte? Eigentlich wiederum nicht viel. Es waren schlicht und einfach Geschichten um Timmy und Lassie. Am Ende ist stets klar: Lassie ist die Klügste, Lassie hat mal wieder alles zum Guten gewendet. Und wir alle sind der Überzeugung, dass Tiere, speziell Hunde, einfach die besseren Menschen sind. Zumindest im Fernsehen. (mit dpa)

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