Medien : Klaus Schrotthofer wird Sprecher des Bundespräsidenten

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Klaus Schrotthofer, 35, stellvertretender Chefredakteur der "Berliner Zeitung", wird Sprecher von Bundespräsident Johannes Rau. Er folgt Kerstin Kießler, die seit dem 1. Oktober Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund ist. Schrotthofer kam gemeinsam mit Martin E. Süskind 1999 vom "Kölner Stadtanzeiger" zur "Berliner Zeitung". Seitdem Süskind ausgeschieden ist, leitet der redaktionsintern nicht unumstrittene Schrotthofer die Zeitung kommissarisch. Denn nach wie vor wartet Gruner + Jahr auf den designierten Chefredakteur Uwe Vorkötter, 47. Über den Zeitpunkt des Wechsels verhandeln Vorkötters alter und neuer Arbeitgeber bislang ergebnislos. Es heißt, die "Stuttgarter Zeitung", deren Chefredakteur Vorkötter noch ist, stelle sich quer. Vielleicht fördert die Tatsache, dass man den Bundespräsidenten nicht warten lassen möchte, eine Einigung. Denn Schrotthofer kann erst dann Raus Sprecher werden, wenn Vorkötter in Berlin antritt.

Schrotthofer, Ehemann der Grünen-Fraktionschefin Kerstin Müller, kennt den Bundespräsidenten aus seiner Bonner "Focus"-Zeit, als Rau Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen war. Dies sei ein Angebot gewesen, das man nicht abschlagen könne, sagte Schrotthofer gestern - obgleich er nach Gesprächen mit Vorkötter geplant hatte, bei der "Berliner Zeitung" zu bleiben.

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