Medien : Knut, wer?

Der neue Held mit Kulleraugen: „Shaun das Schaf“

Carolin Jenkner

Shaun erfüllt alle Voraussetzungen, um zum Publikumsliebling zu werden: Kulleraugen, wuscheliges Fell und eine ordentliche Portion Abenteuerlust. Er ist der Held in der neuen Animationsserie „Shaun das Schaf“, die das Erste und der Kinderkanal zu Ostern starten.

Schafe scheinen Konjunktur zu haben. Erst die „Sheepworld“-Grußkarten, -Schlüsselanhänger und -Bettwäsche. Dann der Schafskrimi von Leonie Swann, jetzt also eine eigene Serie. Der Wolltiere überdrüssig wird man trotzdem noch nicht. Die Geschichten sind mit viel Witz und Gespür für Pointen erzählt. Dazu braucht es keine Worte.

Shaun lebt in einer Schafherde auf einem englischen Hof. Der Bauer verlässt sich voll und ganz auf seinen Hund Bitzer, der die Schafe mit Stoppuhr und strengem Blick auf die Anwesenheitsliste hütet. Aber er will auch seine Ruhe haben, so dass die Schafe – stets angestiftet von Shaun – ausreichend Gelegenheit haben, das ruhige Landleben durcheinanderzuwirbeln. In einer Folge buddeln sie einen unterirdischen Tunnel, um der Schafschur zu entfliehen – und landen in einem Friseursalon. In einer anderen Episode versuchen sie mit allen Tricks, die übergewichtige Schafdame, die durch keine Stalltür mehr passt, zum Abnehmen zu bringen.

Die siebenminütigen Geschichten sind beste Familienunterhaltung. Allein für die dusseligen Bewegungen und schelmischen Blicke der Knetfiguren lohnt es sich, einzuschalten. Die britische Kreativschmiede Aardman, die das Knetfigurenkino mit „Wallace & Gromit“ und „Chicken Run“ weltberühmt gemacht hat, hat die Schafserie konzipiert. Die BBC und der WDR waren Koproduzenten. Am morgigen Karfreitag läuft im Ersten um 8 Uhr 30 die Pilotsendung: „Schafe über Schafe – das Schaf Shaun und andere Lämmer“.

„Shaun das Schaf“– ab Ostern immer sonntags in der „Sendung mit der Maus“ um 11 Uhr 30 und samstags und sonntags um 18 Uhr als Doppelfolge im Kinderkanal.

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