Medien : Kommen die „Tagesthemen“ um 22 Uhr 15?

Joachim Huber

Bei den „Mainzer Tagen der Fernseh-Kritik“ sah ARD-Programmdirektor Günter Struve dringenden Handlungsbedarf für die „Tagesthemen“. Das „heute-journal“ des ZDF hat die ARD-Konkurrenz bei der Zuschauerzahl weit abgehängt. Nach einem Denkmodell, das in den ARD-Weiten kursiert, sollten die „Tagesthemen“ nicht länger um 22 Uhr 30 („zu spät“), sondern bereits um 22 Uhr 15, dem Schlusspunkt des „heute-journals“, beginnen, damit mehr Zuschauer die Wahl zwischen beiden Magazinen hätten. Zugleich sollte das „Kraut-und-Rüben“-Prinzip der Informationen, so ein Kritiker, aufgegeben werden für eine deutlichere Schwerpunkt-Setzung: im Kern ein Thema des Tages mit verschiedenen Stücken. Die „Reformer“ plädieren zudem für „simplere“ Beiträge, für Filme, die ein Problem, ein Thema, einen Sachverhalt personifizieren – was die „Traditionalisten“ hart bekämpfen, die in der Spitzenmeldung vom Küblböck-Unfall bereits einen Sündenfall sahen. Und für Ulrich Wickert, der Ende 2006 als Anchorman aufhört, soll Tom Buhrow, Studioleiter in Washington, aufgebaut werden.

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