Komödie oder Tragödie? : Biografie von Bettina Wulff soll verfilmt werden

Gleich mehrere Filmemacher haben bereits Interesse bekundet. Einer von ihnen ist Nico Hofmann. Er hat sogar schon eine Idee, mit wem er die Rolle der früheren First Lady besetzen würde.

von
Besten Filmstoff gibt nach Ansicht von Nico Hofmann das Leben von Ex-Bundespräsident Christian Wulff (l.) und seiner Frau Bettina her.
Besten Filmstoff gibt nach Ansicht von Nico Hofmann das Leben von Ex-Bundespräsident Christian Wulff (l.) und seiner Frau Bettina...Foto: dapd

Auch das noch: Das Leben der Bettina Wulff, 38, soll verfilmt werden. Produzent Nico Hofmann, 52, denkt an eine Saga über die einstige First Lady. Er habe sich schon Monate vor Erscheinen ihrer Biografie „Jenseits des Protokolls“ mit seiner Produktionsfirma Teamworx um die Rechte an dem Stoff beworben, sagte Hofmann am Freitag. „Mich haben vor allem der Mut und die Offenheit von Bettina Wulff beeindruckt.“ Als Darstellerin könne er sich Silke Bodenbender, 38, vorstellen. Die Schauspielerin ist durch Filme wie „Das jüngste Gericht“, „Eine folgenschwere Affäre“ oder „Erlkönig“ bekannt geworden.

Mit Dokudramen wie „Mogadischu“, „Dutschke“ oder der Helmut-Kohl- Biografie „Der Mann aus der Pfalz“ hat der Produzent immer wieder Themen der Zeitgeschichte aufgegriffen. Als Beispiel für eine gelungene Filmbiografie nennt Hofmann Stephen Frears’ „The Queen“ mit Helen Mirren. Den Fall von Ex-Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat Hofmann gerade erst als Satire verfilmt. Über Wulff aber will er einen seriösen Film machen und „keine Komödie“, wie er sagte. Nicht Alt-Bundespräsident Christian Wulff, sondern die frühere First Lady solle im Mittelpunkt stehen.

„Bettina Wulff hat eine interessante und charismatische Persönlichkeit.“ Sollte die für das Fernsehen geplante Produktion zustande kommen, sei sie nur in enger Zusammenarbeit mit Bettina Wulff denkbar. Sie müsse Mitsprache beim Drehbuch und der Auswahl der Darsteller haben, so Hofmann. Solche Filme ließen sich nur eng mit den Betroffenen drehen. Diese Erfahrung habe er jetzt bei der Verfilmung der Tragödie um den Bankierssohn Jakob von Metzler fürs ZDF gemacht.

Noch ist Hofmann allerdings nicht durch. Um die Filmrechte am Wulff-Buch bemühen sich mehrere Produktionsfirmen, sagte am Freitag eine Sprecherin des Riva-Verlags in München.

Regisseur Dieter Wedel („Der König von St. Pauli“) hält die Frage nach einer Verfilmung der Wulff-Biographie dagegen noch für verfrüht, wie der dpa sagte. „Im Moment könnte ich nicht
entscheiden, wer in dieser Geschichte der Sympathieträger ist und wer der Bösewicht. Ich wüsste auch noch nicht, ob daraus ein Ehe-Drama, eine Polit-Tragödie oder eine Medien-Satire werden sollte." meh

Autor

37 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben