Medien : Kontraste zum Sport

Silke Böschen übernimmt das ARD-Politmagazin

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Nach Talkshows, Kanzleramt und Präsidentschaftskandidatur sind jetzt auch die Politmagazine in der ARD fest in weiblicher Hand: „Panorama“ (Anja Reschke), „Monitor“ (Sonja Mikich), „Fakt“ (Angela Elis) und „Report München“ ( Claudia Schick). „Kontraste“ vom RBB will da keine Ausnahme machen. Heute übernimmt Silke Böschen von Petra Lidschreiber die Moderation eines der traditionsreichsten ARD-Politmagazine. Seit 1968 hat es sich, ohne große Effekthascherei, mit den Themen Arbeitslosigkeit, Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte und Migration einen Namen gemacht hat. Damit habe „Kontraste“ 2006 als einzige Politsendung der ARD im Vergleich zum Vorjahr trotz der Verkürzung von 45 auf 30 Minuten Zuschauer hinzugewonnen, auf aktuell knapp drei Millionen, sagt Reinhard Borgmann, Ressortleiter Politische Magazine.

Daran dürfte sich nach acht Jahren mit der ehemaligen RBB-Fernseh-Chefredakteurin Petra Lidschreiber auch unter der neuen Moderatorin nichts ändern; trotz mancher Schwäche, die Böschen auf ihrem Fragebogen zugibt („manchmal zu unnachgiebig, stur, kann sehr undiplomatisch sein“) . Silke Böschen, bundesweit vor allem als „Sportschau“-Moderatorin bekannt, führt seit August bereits durch „Klartext“, das Politmagazin vom RBB im Dritten. Dafür hat die 37-Jährige nun die Sportmoderationen abgegeben. „Das war meine Entscheidung“, sagt sie.

Von der Sport-Moderation zur großen Politik – dieser Karriereschritt kommt einem irgendwie bekannt vor, siehe Anne Will. In Sachen „Tagesthemen“ habe Silke Böschen aber „keine Ambitionen“. Dabei hat die gebürtige Bremerhavenerin zu ihrer ersten Sendung ein Tages- und Wochenthema eingeholt. Nach dem Amoklauf von Emsdetten arbeitet die „Kontraste“-Redaktion am Themenschwerpunkt „Computerspiele“. meh

„Kontraste“, ARD, 21 Uhr 45

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