Medien : Kontroverses Comeback Viele Zuschaueranrufe zu Friedman

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Der TVAuftritt von Michel Friedman am Sonntagabend bei „Christiansen“ bescherte der Sendung eine sehr gute Quote und der ARD-Zuschauerredaktion eine Menge Arbeit. Der Polittalk, der von 6,01 Millionen (Marktanteil: 22,1 Prozent) gesehen wurde, habe mehr Reaktionen hervorgerufen als sonst – fast alle hätten sich mit Friedman befasst, sagte eine Sprecherin der ARD-Zuschauerredaktion in München. Zahlreiche Zuschauer hätten ihr „Unverständnis“ geäußert, warum er eingeladen worden sei.

Der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden hatte im Juli eine Geldstrafe wegen Kokainbesitzes akzeptiert, seine Ämter niedergelegt und die Moderation seiner Talkshows aufgegeben. Bei Christiansen hatte Friedman sein TV-Comeback. Die hessische CDU-Lehrervereinigung kritisierte, dass Friedman im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine „Rehabilitierung durch die Hintertür“ erfahren habe. Angesichts der „massiven Verfehlungen“ hätte es vor einer TV-Rückkehr Friedmans „eine Schamfrist von ein bis zwei Jahren“ geben müssen, kritisierte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlich Demokratischer Lehrer Hessen (ACDL), Karlheinz Welsch. dpa

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