Medien : Kopierte Sicherheit

Image-Programme erstellen ein genaues Abbild der Festplatte. Egal, wie groß das Problem ist, nach wenigen Minuten ist der Computer wieder arbeitsbereit

Kurt Sagatz

Nichts ist für einen Computerbesitzer ärgerlicher, als seinen PC nach einem Totalabsturz komplett neu aufbauen zu müssen. Wie schön wäre es, wenn der Rechner bereits nach zehn bis fünfzehn Minuten wieder funktioniert wie zuvor – und das ohne allzu großen Aufwand für den Anwender. Dies ist nicht unmöglich, Programme wie Drive Image 7.0 von Symantec (rund 35 Euro) vorausgesetzt.

Lässt sich Windows trotz aller Eigenversuche oder mit Hilfe eines befreundeten Experten nicht reparieren oder ist das System durch zigfaches Installieren und Deinstallieren von Programmen derart von Datenmüll verstopft, dass Windows nur noch sehr langsam läuft, steht üblicherweise die Neuinstallation des Betriebssystems an. Nicht allein Windows selbst muss dann neu aufgespielt werden, auch die ganzen Anwendungsprogramme müssen neu installiert werden. Zwei Abende verbringt der Computerfreund also ganz sicher mit dem Neuaufbau. Den Ausweg aus diesem Dilemma zeigen die Image-Programme, in dem sie ein Abbild des Computers zu einem Zeitpunkt erstellen, an dem er noch ordnungsgemäß funktionierte.

Das erste Abbild erzeugt man direkt nach dem Kauf des Computers, am besten auf eine CD oder DVD, die man danach sicher verwahrt. Nun können in aller Ruhe neue Programme installiert, Einstellungen verändert und wichtige Updates zu Windows und den Nutzprogrammen geladen werden. Bei der Einrichtung wird strikt darauf geachtet, dass sich die eigentlichen Nutzdaten auf einem anderen Laufwerk oder einer anderen Partition befinden (siehe Kasten). Danach kommt wieder das Image-Programm ins Spiel. Erneut wird ein komplettes Abbild sowohl vom Windows/Programmlaufwerk und vom Datenlaufwerk erstellt und weggeschlossen. Neben der Sicherungskopie zum Zeitpunkt des Computerkaufs verfügt man somit noch über ein zweites Abbild des PCs in der persönlichen Wunschkonfiguration. Egal, was nun passiert: auf diese Version können Sie nun immer zurückgreifen.

Im Alltag kommen ständig neue Programme und Daten hinzu. Es sollten daher regelmäßig weitere Abbilder erstellt werden. Bei der privaten Computernutzung reicht es aus, einmal im Monat ein Image zu erstellen. Das muss nicht jedesmal auf CD oder DVD sein. Es genügt, diese Images direkt auf Festplatte schreiben zu lassen. Als Laufwerk sollte ausschließlich das Laufwerk oder die Partition mit den Nutzerdaten ausgewählt werden. Denn wenn Windows muckt, soll ja auf dieses Laufwerk zurückgeschrieben werden.

Das Zurückspielen des Abbildes ist einfach. Funktioniert der Computer zumindest so weit, dass sich Windows hochfahren lässt, kann man Drive Image über die Programme aufrufen und dann die Wiederherstellung entweder von Festplatte oder CD/DVD in Gang setzen.

Ist Windows so stark beschädigt, dass man an Drive Image nicht mehr herankommt, wird der Computer mit der Installations-CD des Image-Programmes gestartet. In den meisten Fällen ist der Computer so eingestellt, dass bei jedem Neustart nachgesehen wird, ob sich im CD/DVD-Laufwerk ein bootfähiges Medium befindet. Andernfalls muss die Startreihenfolge der Laufwerke im BIOS entsprechend umgestellt werden. Zum BIOS gelangt man, wenn beim Computerstart eine bestimmte Taste (entweder Entf. oder F2, je nach System) gedrückt wird. Danach startet der Computer mit Drive Image statt Windows. Nach Auswahl der Sicherungsdatei und dem Zielort beginnt das Zurückschreiben, dass je nach Festplattengröße nach zehn bis 15 Minuten erledigt ist.

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