Medien : Kritisch gesehen: Gift und Ironie

Uta-Maria Heim

Tatort: Der schwarze Skorpion. ARD. Es war eine gute Idee vom NDR, Felix Huby das Drehbuch schreiben zu lassen, denn so wirkt Hauptkommissar Stoever endlich mal locker, nett und witzig. Mit urschwäbischen Humor läuft Manfred Krug zum Abschied nochmal zur Hochform auf. Bei seinem vorletzten "Tatort" glänzt er mit feiner Ironie, die man ihm nicht zugetraut hätte.

Ob Hubys Ko-Autor Mohammad Ali Mohsenipour sich mit der Mentalität der Schwaben auskennt, wissen wir nicht. Vielleicht war er eher für die Geschichte zuständig: Es geht um ein neues Medikament aus Skorpiongift und um die mörderische Frage, von wem das zuerst vermarktet werden soll. Regisseur Helmut Förnbacher ist es gelungen, den Täter (ein hochgiftiger westafrikanischer Riesenskorpion) überzeugend darzustellen. Damit ist für das Image der Spinne einiges getan worden.

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