KRITISCH gesehen : Kick Off

Helmut Schümann

Fußball: Champions League, Mittwoch, Sat1, ab 20 Uhr 15 – Vorweg das Bessere: Sat 1 hat, anders als bei der Premiere der Wiederaufnahme von „ran“, den Experten Franz Beckenbauer beim Zwischenfazit nicht auf der Tribüne gezeigt, wie er zwischen zwei „hübschen Damen“ hockt und sich wohlfühlt. Der Herr Beckenbauer hat diesmal seriös aus dem Off gesprochen. Inhaltlich ist das nicht zu bemäkeln, der Franz ist halt immer noch der Firlefranz. So redet er auch. 20 Uhr 25: „Das Champions-League-Spiel zwischen Girondins Bordeaux und dem FC Bayern München wird Ihnen präsentiert von Sony Playstation und Uni Credit. Nach einer kurzen Unterbrechung melden wir uns wieder.“ Easy Credit, Ferrero, Kabel Deutschland, Becel, „C.I.S“ auf Sat 1, Sony Euronics. Fußball, jetzt wieder live in Sat 1. Der Firlefranz sagt: „Der Jürgen Klinsmann hat wunderbar bei uns gearbeitet.“ Moderator Johannes B. Kerner sagt nichts dazu, er ist gerade zum vierten Mal Vater geworden, was soll man da sagen? 20 Uhr 30. „Nach einer kurzen Unterbrechung melden wir uns wieder vom Champions- League-Spiel Girondins Bordeaux gegen den FC Bayern München live auf Sat 1“, sagt der glückliche Vater. Sony Playstation, „ran“-Gewinnspiel, Seat, „Kerner“ auf Sat 1, Tetrapak, Hagebaumarkt (dies ist keine Schleichwerbung, dies ist ein Dokument, wir schwören bei allem, was dem Fußball heilig ist, wir bekommen kein Geld dafür!) etc. …Wolff-Christoph Fuss kommentiert das „elementare Duell“, das Elementare wird er einige Male herausarbeiten. Etwa bei einer richtigen Schiedsrichterentscheidung: „Da ziehe ich dezent die Hose hoch“ Das war gottlob nur zu hören, nicht zu sehen. Halbzeit. Bordeaux führt 2:1. Kerner sagt, dass man nach einer kurzen Unterbrechung wieder live beim Champions-League-Spiel Girondins Bordeaux und FC Bayern München auf Sat 1 sei. Um es abzukürzen: München hat 1:2 verloren, die Herren Fuss, Kerner und Beckenbauer haben alles richtig beobachtet. Über den weiteren Verlauf der Sendung „ran“ können wir nichts vermelden, weil wir eine von Kerner angekündigte „kurze Unterbrechung“ genutzt haben, um abzuschalten. Helmut Schümann

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