Medien : „Kuranyi sollte dabei sein“

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Aldo Gamboas WM-Einsatz war bis zuletzt in Gefahr. Noch beim Vorbereitungstraining der Brasilianer im schweizerischen Weggis hatte er Probleme mit einer Muskelverletzung im linken Bein. Doch jetzt ist er wieder voll einsatzbereit.

Nein, Gamboa ist nicht der unbekannte zwölfte Mann in der brasilianischen Nationalmannschaft. Er ist Sportreporter für die französische Presseagentur AFP und kommt aus Argentinien. Seit Jahren lebt er in Paris, aber „Ich bin ganz sicher nicht für Frankreich“, sagt er und lacht. Der Argentinier hält es für abwegig „les Bleues“ anzufeuern. „Nein, nein, ich bleibe Argentinier.“ Sein lokaler Lieblingsverein ist deshalb auch immer noch der Racing Club – ein Fußballverein aus der Provinz Buenos Aires.

Hier während der WM verfolgt er aber weder Argentinien noch Frankreich. Seine Mission lautet, der brasilianischen Nationalmannschaft auf den Fersen zu bleiben – im Training, bei den Spielen, in der Freizeit. „Wenn die rausfliegen, bekomme ich ein anderes Team zugeteilt“, erzählt Aldo Gamboa. Den Job als Sportreporter macht er schon seit rund 13 Jahren. „Bei den Agenturen messen wir die Arbeitszeit nicht in Stunden, sondern in Wörtern“, sagt Gamboa. Er schreibt im Moment 4000 bis 5000 Wörter pro Tag und hat das Gefühl, dass seine deutschen Kollegen weniger gestresst sind. „Die deutschen Journalisten sind gut informiert, aber fast niemand von ihnen spricht Portugiesisch“, wundert sich der Argentinier außerdem. Schließlich sind auch sie für die brasilianische Mannschaft zuständig. Gamboa mag „Prinz Poldi“ und Ballack, aber „dass Kevin Kuranyi nicht dabei ist“, findet er schade. „Der ist ein netter Kerl – ich habe ihn beim Confed Cup im letzten Jahr interviewt.“dal

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