Medien : Kurzmeldungen

NAME

Herr Kress, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Mehr und mehr über die polemischen Beiträge des für Medien zuständigen „FAZ“-Redakteurs, die eher nach „Bild“ und „Welt“ aussehen als nach „FAZ“. Und der bei Bertelsmann, seitdem sein Guru Thomas Middelhoff abtreten musste, nur noch „eine gelernte Sekretärin und alte Männer“ am Werk sieht, die den bisherigen Global Player in der Gütersloher Provinz versauern lassen.

Gibt es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Über eine kenntnisreiche und meinungsfreudige Analyse der gegenwärtigen Zeitungsverlagssituation von Klaus Harpprecht („Frankfurter Rundschau“, 2. September). Über eine realistische Darstellung der „WAZ“-Gruppe und ihrer Mächtigen von Lutz Meier und Anton Notz („Financial Times Deutschland“, 3. September). Besonders gefreut habe ich mich über eine Reportage, deren Thema nichts zum Freuen ist, umso mehr aber die journalistische Feinarbeit: Renate Meinhof „Der Schatten der Brücke“, ein Jahr nach dem Freitod dreier „Jungen“ („Süddeutsche“, 4. September, Seite 3).

Günther Kress, Journalist, ist Gründer des Medien-Branchendienstes „Kress-Report“.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben