Medien : Kurzmeldungen

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ZU MEINEM ÄRGER

Herr Röttgen, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

… über das Auftreten der Angeklagten im MannesmannProzess vor dem Düsseldorfer Landgericht. Blasiertes Lächeln, Victory-Zeichen, nassforsche Sprüche, offenkundige Verachtung für alle, die nicht in der großen Geldliga mitspielen. Die personifizierte Arroganz der Macht mit einem besonders unerträglichen Deutsche-Bank-Chef Ackermann.

Gibt es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

… über die Rücknahme der Gruft-Pfändung von Franz Josef Strauß, nachdem die „Abendzeitung“ den skandalösen Vorgang enthüllt hatte. Auch wenn Strauß-Sohn Max als Steuerbetrüger ins Gefängnis wandern sollte: Ein Familiengrab gehört nicht in die Konkursmasse! Erfreulich zudem, dass Edmund Stoibers Doppelspiel entlarvt wurde. Er kannte den Pfändungsbeschluss, äußerte sich aber erst öffentlich („pietätlos“), als in Bayern ein Proteststurm losbrach.

Kurt Röttgen ist Chefredakteur der Münchner „Abendzeitung“.

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