Medien : Kurzmeldungen

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ZU MEINEM ÄRGER

Herr Kreissl, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Raus aus dem Dschungel, rein in die Schlagzeile. Nicht leicht, wenn man Werner Böhm heißt, talentfreier singt als Daniel Küblböck, und statt Katies KunststoffBrüsten nur die Altherren-Brust in die Linse hängen lassen kann. Aber auch wieder ganz einfach: Man lässt sich mit einem Affen im Bett fotografieren und behauptet, ihn mehr zu lieben als die junge Gattin. Die lässt sich gleich mal fast nackt ablichten – nur den dicken Werner mit der Äffin will ja doch keiner sehen – und sagt ja zum Ehekrach. Die letzte Meldung aus der Serie, dass Böhm sich bei Frau Pavian was geholt hat, wirkt da schon wie die gerechte Strafe. Wenn sie denn wahr ist.

Gibt es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Intelligenz und Eleganz – hier zu Lande eher als Gegensätze verstanden – bringt das US-Magazin „Vanity Fair“ unter einen Hut. Die Zeitschrift, die zu deutsch „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ heißt, kombiniert glamouröse Fotostrecken mit investigativer Reportage zur Allianz von Schönheit und Wahrheit. Zum Beispiel die Hintergründe des Irakkrieges, die in „Vanity Fair“ nachzulesen waren, als die US-Presse im Hurra-Patriotismus schwelgte. Oder die Schönheit der Stars, die sich für den aktuellen „Hollywood Issue“ von Starfotografin Annie Leibowitz ablichten ließen.

Michael Kreissl ist Geschäftsführer des Disney Channel und Programmchef für Europa, Nahost und Afrika.

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