Medien : Lesen!

Elke Heidenreichs Magazin macht Bücher zu Bestsellern

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Das ist schon phänomenal: Fast alle Bücher, die Elke Heidenreich den Zuschauern in den bisherigen beiden Ausgaben ihres ZDFMagazins „Lesen!“ ans Herz gelegt hat, gelangten prompt auf die „Spiegel“- Bestsellerliste. Eric-Emmanuel Schmitts Erzählung „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ erklomm nach der ersten Sendung am 29. April sogar den Spitzenplatz. Die Märchen „Idioten“ von Jakob Arjouni katapultierte die zweite Sendung am 10. Juni auf den zweiten Rang.

Ähnlich wie beim „Literarischen Quartett“ hat auch „Lesen!“ enormen Einfluss auf den schwächelnden Buchmarkt. Verlage ordern Neuauflagen, wenn sie erfahren, dass eines ihrer Bücher von Elke Heidenreich besprochen wird. Buchhandlungen stellen Sondertische mit den Empfehlungen der Sendung auf. Selbst eine eher schwierige Lektüre wie Max Aubs Roman „Bittere Mandeln“, der in der zweiten Sendung vorgestellt wurde, weiß Heidenreich an den Leser zu bringen. Vom Erscheinungstermin im April bis zur Sendung am 10. Juni wurde das Buch über den spanischen Bürgerkrieg nicht einmal 10000 Mal verkauft, in der Woche nach Heidenreichs Empfehlung allein 6500 Mal.

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Dieter Schormann, ist damit sehr zufrieden. „Wenn nur fünf Prozent der rund zwei Millionen Zuschauer von ,Lesen!’ am nächsten Tag in die Buchläden gehen, hat das eine ungeheure Wirkung“, sagt er. Den Erfolg der Sendung führt er vor allem auf die Moderatorin zurück: Heidenreich wirke so glaubwürdig, dass sich die Zuschauer auf ihr Urteil verließen. dpa

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