Lieblingsserie gegen die Einsamkeit : 16 Gründe, warum Fernsehen glücklich macht

Schluss mit Meckern: Es gibt überzeugende Gründe, warum Fernsehen die Menschen glücklich macht.

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Zu zweit vor dem Bildschirm ist jeder weniger allein.
Zu zweit vor dem Bildschirm ist jeder weniger allein.Foto: mauritius images

Fernsehen hilft gegen Einsamkeit. Wie sehr der Fernseher soziale Kontakte ersetzt, konnte Jaye Derrick von der Universität in Buffalo zeigen. Sie fand nicht nur heraus, dass eine Gruppe von 700 Studenten vor allem dann fernsah, wenn sie sich einsam fühlten. Es wurde zudem deutlich, dass das Nachdenken über die Lieblingssendung Gefühle der Einsamkeit linderte. Edekas Opa sollte mal einschalten.

Fernsehen hält Menschen davon ab, onlinesüchtig zu werden. Fernsehen ist die bessere Sucht.

Ein Nickerchen vor dem Fernseher - herrlich!

Herrlich, so ein Nickerchen vor dem Fernseher. Stellen Sie sich einen Wecker, falls Sie dazu neigen, zu lange zu schlafen, weswegen Sie das Ende der Sendung verpassen könnten. Als Einschlafhilfen sind empfohlen: ARD-Dritte, „Lindenstraße“, „Shopping Queen“, Helene Fischer.

So wenige Programme wie möglich auf die Fernbedienung. Mit zunehmender Zahl an Sendern nimmt das Wohlbefinden ab, schwindet die Konzentration, wächst der Frust, immer das genau falsche Programm eingeschaltet zu haben.

Fernsehen bedeutet wenig Aufwand. Wer fernsieht, muss weniger Ressourcen aufwenden als jemand, der Sport treibt oder Gäste einlädt.

Weg mit der Fernbedienung

Böse Kräfte wollten uns das Fernsehen durch die Erfindung der Fernbedienung vermiesen. Sie zerstört das Gemeinschaftserlebnis, sie will uns ständig von einem Programm weg und zu einem anderen Programm hinlocken. Wir aber widerstehen, wir schaffen unsere eigene Ordnung, wir lassen uns durch die Flut an Programmen nicht entmutigen. Fernsehen lehrt Beständigkeit, Festigkeit, fördert die Entscheidungsfähigkeit.

Hühner sind keine Menschen, aber: Eng zusammengestopft in riesigen Käfigen sind sie unglücklich und ängstlich. Sie legen weniger und kleinere Eier und langweilen sich, was dann zu Aggressionen gegenüber den anderen eingesperrten Hühnern führt. Stellt man hingegen einen Fernseher in den Käfig, beginnen sie wieder aufzuleben. Das kennen wir auch: Sobald sich auf dem Bildschirm etwas bewegt, ist unser Blick magisch angezogen.

Fernsehen bedeutet wiederholtes Glück

Fernsehen wiederholt Glückmomente. „Der kleine Lord“, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, „Pretty Woman“, „Dinner for One“ – das ist altbekannte Programmware und doch immer wieder ein neues Vergnügen.

Fernsehen kostet uns Geld, macht uns faul, macht uns krank, vermittelt uns falsche Werte, vergiftet unseren Verstand, ruiniert unsere Beziehungen, macht uns zu hirnlosen Zombies, stresst uns, stumpft uns ab, Fernsehen manipuliert uns. Vorurteile werden auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer.

Das moderne Fernsehgerät ist smart und regelt alle Technikfragen.

Werbung ist nicht nur eine der interessantesten Sachen der Welt, ganz nebenbei beeinflusst sie auch noch das Konsumverhalten und provoziert den Wunsch, sehr viel Geld für sehr wenig Sinnvolles auszugeben.

Die Wissenschaftler des Massachusetts General Hospitals konnten mithilfe von Gehirnscans an 16 Probanden zeigen, dass sich nach acht Wochen Meditationstraining die Gehirnstruktur veränderte: Areale, die mit Stressverarbeitung zu tun haben, nahmen ab. Wer nicht mit dem Fernsehen meditieren will, der kann zumindest entspannen.

Videotext ist besser als jeder Second Screen

Der Videotext ist großartig. Statt auf irgendeinem Tablet zu wischen, werden auf halbem Fernsehschirm das Wichtigste vom Tage, Fußballzwischenstände und die Besetzung des laufenden Films eingeblendet.

Das lineare Fernsehen löst sich auf. Wie und wo auch immer, wir schauen, was wir wollen, wann wir wollen. Youtube ist das neue Fernsehen, Video-on-Demand das neue Zuschauerglück. Und das in Serie. Schafft eins, schafft zwei, tausend „Breaking Bads“.

Fernsehen bringt die ganze Welt ins Wohnzimmer, es hat einen hohen Integrationseffekt, das Medium bildet eine gemeinsame kommunikative Basis für die Gesellschaft. Wenig ist, was nicht im Fernsehen ist.

Erwachsene ab 50 Jahren sitzen 299 Minuten pro Tag vor dem Gerät. 2010 waren es noch 290 Minuten. Fernsehen verkürzt den Tag und verlängert die Lebenserwartung.

Das Fernsehen nimmt es den Schlauen nicht übel, sich mit Sendungen unter ihrem Niveau zu amüsieren.

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