Magazin : "Dein Spiegel" – nicht nur für Kinder

Fast wie der normale "Spiegel" ist auch der Kinder-"Spiegel" nach den Themen Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Natur und Technik und Menschen aufgeteilt. Nicht nur Kinder dürften etwas lernen.

Spiegel Foto: Promo
"Dein Spiegel" -Foto: Promo

Von Reportern des „Spiegel“ interviewt zu werden, gehört für SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier zur Routine. Doch jetzt schickte das Nachrichtenmagazin zwei bisher unbekannte Rechercheure zu ihm: Regina und Nils, elf und zehn Jahre alt. „Wozu braucht Deutschland eigentlich einen Außenminister?“ wollten sie von Steinmeier wissen, aber auch, was ihm schon Ekeliges auf seinen Reisen serviert wurde (Hammel-Augen).

Das Gespräch ist nicht im normalen „Spiegel“ zu finden, sondern in einem neuen Ableger des Magazins: „Dein Spiegel“ heißt er und richtet sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Anfang nächster Woche liegt das Blatt für 3,40 Euro zum ersten Mal am Kiosk.

Die Idee zu dem Heft, das unter der Leitung vom stellvertretenden „Spiegel“-Chefredakteur Martin Doerry entstand, kam von Redakteuren, die selbst Eltern sind. Sie wollten die Dinge, über die sie sich im Erwachsenen-„Spiegel“ auslassen, kindgerecht aufbereiten. Seit zwei Jahren wurde das Heft entwickelt, unter neuer Chefredaktion und Geschäftsführung bekam das Magazin Rückenwind. Vier Wochen vor der Bundestagswahl schien nun die passende Zeit, um das Magazin zu starten.

Fast wie der normale „Spiegel“ ist auch der Kinder-„Spiegel“ nach den Themen Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Natur und Technik und Menschen aufgeteilt. Die Texte wurden von „Spiegel“-Redakteuren verfasst, in Interviews wie mit Steinmeier oder dem Fußballer Sebastian Schweinsteiger werden Kinder selber zu Reportern. Dazu gibt es Comics, Rätsel, viele Bilder und Grafiken – alles so anschaulich erläutert, das nicht nur Kinder etwas lernen dürften. Von anderen Kindermagazinen wie „Geolino“ soll sich „Dein Spiegel“ vor allem durch seinen politischen Schwerpunkt unterscheiden. Fünf Wochen liegt das Blatt nun am Kiosk. Danach wird entschieden, ob es weitere Ausgaben gibt. sop

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