Medien : „Mangel an jeglichem Verdacht“

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Herr Reif, die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat das Verfahren gegen Sie wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingestellt.

Und zwar in vollem Umfang. Nichts ist geblieben, nicht der Vorwurf, ich hätte Geldwäsche betrieben, nicht die Anschuldigung, ich hätte der Steuerhinterziehung Vorschub geleistet, nichts. Ich möchte betonen, dass das Ermittlungsverfahren nicht etwa mangels Beweisen eingestellt wurde, sondern aus Mangel an jeglichem Verdachtsmoment. Das hat die Staatsanwaltschaft meinem Anwalt Alexander Ignor gestern mitgeteilt.

Sie klingen wenig überrascht.

Das bin ich auch nicht. Es gibt in so einer Sache ja zwei Ebenen. Nach innen war ich schon nach Bekanntwerden der Angelegenheit realtiv gelassen. Ich wusste ja, was ich getan habe und was ich nicht getan habe.

Die andere Ebene?

Gerüchte haben ein Eigenleben. In dem wird aus einer noch so haltlosen Anschuldigung schnell das Körnchen Wahrheit, das in der Sache vermutet wird. In diesen Gerüchten den normalen Mechanismen des Boulevardjournalismus ausgesetzt zu sein, ist nicht lustig. Da darf man nicht naiv sein, auch wenn man als Betroffener fassungslos davorsteht.

Ihr Sender hat Ihnen früh vertraut.

Ja. Von Anfang an. Darüber bin ich froh, und darauf bin ich stolz. Dass ich einen Spieltag nicht hinter dem Mikrophon saß, war meine Entscheidung und kein Dekret von Premiere. Ich bin den Verantwortlichen ungemein dankbar dafür.

Die Fragen stellte Helmut Schümann.

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