Marktanteile : Private legen zu

ARD und ZDF müssen im April Einbrüche bei den Marktanteilen verzeichnen. Wer sich dafür die Marktführerschaft sichert.

Foto: AFP
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Kaum hat sich die Nachrichtenlage etwas beruhigt, rutschen ARD und ZDF in ihrer Quotenbilanz ab. Noch im März hatten die beiden öffentlich-rechtlichen Sender mit zahlreichen Sondersendungen zu den dramatischen Ereignisse in Japan und den Unruhen in Libyen die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich ziehen können. Im April müssen sie jedoch Verluste einstecken – während die Privaten zulegen.

So verzeichnete die ARD bei den Marktanteilen ein Minus von 13,2 auf 12,6 Prozent, noch schlechter sieht die Bilanz des ZDF aus. Der Mainzer Sender rutschte von 13,0 auf 11,7 Prozent ab. Ein deutliches Plus erreichte dagegen der Kölner Privatsender RTL: Von 13,7 auf 14,6 Prozent steigerte er seinen Marktanteil – und sichert sich damit im April die Marktführerschaft unter den Fernsehsendern. Diesen Erfolg hat RTL sowohl der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ mit Dieter Bohlen als auch der Tanzshow „Let’s Dance“ zu verdanken, aber auch die Formel-1-Übertragungen und stabile Nachmittagsformate stärkten die Bilanz. Auch Sat 1 verbesserte seinen Marktanteil von 10,0 auf 10,4 Prozent, der Sender profitierte vor allem von den Übertragungen der Champions-League-Spiele. Zwar konnte sich auch Sat-1-Schwesternsender ProSieben von 5,9 auf 6,4 Prozent steigern, doch die Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ mit Heidi Klum hatte offenbar nicht den gleichen starken Effekt wie im vergangenen Jahr.

Auch die Privatsender aus der zweiten Reihe ziehen eine positive Bilanz für April, verzeichnen aber nur minimale Verbesserungen. So erhöhte Vox seinen Marktanteil von 5,4 auf 5,5 Prozent, Kabel eins von 3,7 auf 3,8 Prozent, RTL 2 von 3,4 auf 3,5 Prozent und Super RTL von 2,1 auf 2,3 Prozent. Die Privatsender liegen auch in der Gunst des jungen Publikums vorn. RTL führt bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern deutlich mit 19,1 Prozent vor ProSieben mit 11,7, Sat.1 mit 11,2 und Vox mit 7,4 Prozent. sop/dpa

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