Medien : MDR suspendiert Udo Foht Unterhaltungschef soll Amt missbraucht haben

Der MDR hat seinen Unterhaltungschef Udo Foht (60) wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs mit sofortiger Wirkung suspendiert und Strafanzeige erstattet. Interne Überprüfungen hätten ergeben, dass Foht seine Position für private Zwecke missbraucht habe, begründete der Sender die Entscheidung am Mittwoch in einer Mitteilung.

Bei den Überprüfungen nach dem Skandal beim ARD/ZDF-Kinderkanal (Kika) sei bekanntgeworden, dass Foht offizielles MDR-Geschäftsbriefpapier für private Zwecke genutzt und Dritte zu Zahlungen veranlasst habe. Ob er sich dadurch einen persönlichen Vorteil verschafft habe, sei noch unklar, erklärte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) weiter. Unabhängig davon könne der MDR nicht hinnehmen, dass ein Unterhaltungschef seine Position für außerdienstliche Zwecke missbrauche, erklärte der Sender weiter. Er sei deswegen von seinen Aufgaben entbunden worden. Der MDR prüft auch weitere arbeitsrechtliche Schritte gegen Foht. Die interne Revision wurde mit einer Sonderprüfung beauftragt. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist dem MDR durch den Fall kein finanzieller Schaden entstanden. Foht war am Mittwochabend für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Der Sportchef und künftige Direktor des MDR Fernsehens, Wolf-Dieter Jacobi, übernehme bis auf weiteres die Leitung der Unterhaltung zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben, heißt es in der Mitteilung. Tsp/dpa

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