Medien : "Megaman": "Spiel, Show und Reality" - Simone Angel im Gespräch

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Simone Angel, 29, startete ihre Karriere in den Niederlanden. Bereits mit 12 wirkte sie in ersten Werbespots mit, erhielt mit 15 erhielt sie den ersten Plattenvertrag. 1990 zog es die Holländerin zum Musiksender MTV, wo sie die jüngste Moderatorin überhaupt wurde. Unter anderem präsentierte sie dort die Sendung "Party Zone". Seit zehn Jahren lebt sie in London. Mitte der Neunziger brachte Angel zwei Hit-Singles raus, konzentrierte sich aber weiter auf das Moderieren. Nach gut acht Jahren verließ sie MTV und arbeitete wieder in Holland. Später war sie Jury-Mitglied in der RTL 2-Sendung "Popstars".

Frau Angel, vor zwei Jahren sind Sie, trotz großer Beliebtheit, bei MTV ausgestiegen. Keine Lust mehr ?

Ja, achteinhalb Jahre sind wirklich genug gewesen. Ich bekam schon Alpträume, dass ich noch als alte Frau bei MTV arbeite. Aber ich wollte mich weiterentwickeln, habe neue Herausforderungen gesucht.

Und die fanden sie bei der RTL 2-Sendung "Popstars"?

Das war ein Zufall. Eigentlich sollte ich für Tresor, die Produktionsfirma von "Popstars", eine Show namens "Happy Friday" machen. Aber dann hat Tresor "Popstars" angeboten bekommen. Der Rest hat sich ergeben. "Happy Friday" ist übrigens nie produziert worden.

Heute moderieren sie zusammen mit dem ehemaligen Boxer Axel Schulz die RTL 2-Show "Megaman", in der der stärkste Mann Deutschlands gesucht wird. Was reizt Sie daran? Schließlich steht RTL 2 nicht unbedingt für die intelligenteste TV-Unterhaltung.

Wichtig bei meiner Arbeit sind mir primär die persönlichen Beziehungen. Ruhm, Geld und dergleichen sind sekundär. Die Leute von RTL 2 habe ich sehr gerne, es sind meine Freunde, und deshalb arbeite ich dort. Zudem ist die Show eine witzige Mischung aus Spiel, Show und Reality. Und da ich demnächst nach Belize auswandern will, passt der Zeitpunkt der Show perfekt: Unter der Woche kann ich den Umzug vorbereiten, am Wochenende moderiere ich.

Haben Sie denn auch privat ein Faible für starke Männer?

Naja, sportlich sollten sie schon sein, aber Body-Builder-Typen sind für mich dann doch zuviel des Guten.

Wann soll der Umzug denn losgehen ?

Im September.

Und was wollen Sie dort machen?

Ich werde ein Internetcafé eröffnen. Das wird allerdings hauptsächlich von meiner Familie, die auch mitkommt, betreut. Ein Teil davon soll für Touristen nutzbar sein, der größte Teil des Gebäudes allerdings soll von den Kindern dort genutzt werden. Die bekommen gratis (Internet)-Unterricht und so eine bessere Bildung.

Warum gerade Belize?

Mal was Neues. Belize ist schön - und es ist ein Abenteuer. Außerdem bin ich London, wo ich wohne, leid. Mein Freund und meine ganze Familie kommen auch mit.

Dann wird man Sie zukünftig wohl seltener auf deutschen Bildschirmen erleben?

Was nach "Megaman" passieren wir, kann ich erst mal nicht sagen. Ich werde auf jeden Fall selektiver werden und kann nicht Woche für Woche in Deutschland oder anderswo moderieren.

Ab dem Herbst allerdings werde ich eine Show in den USA haben. Das ist eine wirkliche Herausforderung. Das Konzept stammt von mir selbst. Es wird eine interaktive Talk-Show namens "Souls Kitchen", die sich mit Spiritualität, Psychologie und Emotionen befasst und bei der das Publikum die Möglichkeit hat, den Verlauf der Sendung thematisch mitzubestimmen.

Beschäftigen Sie sich auch privat mit diesen Dingen?

Oh ja, ich meditiere, lese Bücher, mache Yoga. Es ist wunderbar, jetzt eine Show darüber zu machen und die Leute inspirieren zu können.

Werden die deutschen TV Zuschauer auch irgendwann in den Genuss dieser Show kommen?

Wir haben schon versucht, ein ähnliches Konzept in Deutschland zu verkaufen, es hat aber nicht geklappt. Esoterik hat eine sehr schlechten Ruf in Deutschland. Die Leute denken immer sofort an Batik-Hemden und Reinkarnation.

Dennoch arbeiten Sie gerne in Deutschland?

Ja, und das will ich auch gerne weiterhin tun. Es ist ein gutes Land für Künstler. Hier sagt man einem ehrlich die Meinung und redet nicht hinter Deinem Rücken, so wie in England. Dort ist es knallhart. In Deutschland dagegen fühle ich mich sicher - bis jetzt jedenfalls wurde mir hier noch nicht weh getan.

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