Medien : Mehr TV-Gelder: Liga denkt an „Salami“-Spieltag

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Die Deutsche FußballLiga (DFL) würde für eine Erhöhung der TV-Einnahmen eine neue Aufteilung des Bundesliga- Spieltages in Kauf nehmen. „Wir sind jetzt in einer Situation, in der ich gar nichts ausschließe: weder einen Salami-Spieltag noch veränderte Anstoßzeiten, noch eine Veränderung im Verhältnis Pay-TV/Free-TV“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert dem Magazin „Sportbild“. Die Ausschreibung für die neuen Fernsehverträge, die von der Saison 2006/2007 an gelten würden, beginnt frühestens in der zweiten Jahreshälfte. Bisher sei die Liga sehr zurückhaltend gewesen. „Diese Zurückhaltung muss man aber irgendwann überprüfen, wenn man merkt, dass sie nicht zum gewünschten Erfolg führt“, meinte Seifert. Karl- Heinz Rummenigges Anspruch, die TV-Einnahmen von 300 auf 500 Millionen Euro pro Saison und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Liga zu erhöhen, hält Seifert für „absolut richtig“. Diskutiert wird in letzter Zeit auch verstärkt eine Verschiebung der Zusammenfassung im Free-TV, sprich in der ARD-„Sportschau“, um dem Abofernsehen Premiere und seinen Live-Übertragungen mehr Exklusivität zu bieten. Premiere könnte der DFL in diesem Fall eine weitaus höhere Summe zahlen.

Die bisherige Vertragslage verlangt allerdings eine „zeitnahe“ Berichterstattung im Free-TV. Auch Seifert sagt, „wir können die Interessen des Publikums nicht völlig ignorieren“.dpa/Tsp

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