Medien : Mehrarbeit ist bei Harald Schmidt nicht drin

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Entertainer Harald Schmidt will nicht häufiger in der ARD auftreten. Trotz aktueller kabarettistischer Steilvorlagen rund um die Berliner Neuwahlen halte sich sein „Ehrgeiz hin zu mehr Output in sehr engen Grenzen“, sagte der 47Jährige in der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Zudem sei die Woche mit den spätabendlichen Talkshows von Reinhold Beckmann, Sandra Maischberger und ihm „Teilzeitarbeit in Vollendung“. Schmidt ist seit Dezember 2004 meist zwei Mal wöchentlich um 23 Uhr auf Sendung. Die ARD überlegt bereits, im kommenden Jahr die „Harald Schmidt“-Show drei Mal in der Woche ins Programm zu nehmen. Der Vertrag mit Schmidt läuft bis Juni 2006.

Auf die Frage, wer sich im Jahr seiner Fernsehabstinenz verändert habe, er oder die Republik, antwortete Schmidt: „Eindeutig ich. Es gibt inzwischen wahnsinnig viel, was mich einfach nicht mehr aufregt. Das ist so eine Beckenbauer-mäßige Attitüde: Macht?’s as hoit, oder losst?’s as, eh wurscht.“

Den von ihm populär gemachten Begriff des „Unterschichtenfernsehens“ will Schmidt künftig nicht mehr verwenden. „Als mir klar wurde, welche Lawine ich damit lostrat, habe ich den Begriff aus dem Repertoire genommen“, sagte er. Ähnliches habe er bereits erlebt, als er nach etlichen Polen-Witzen „plötzlich der Feind des gesamten polnischen Volkes war. Das muss ich nicht wieder haben.“ Er hoffe allenfalls noch, dass der Begriff „Unterschichtenfernsehen“ noch zum Wort des Jahres tauge.jbh/dpa

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