Medien : Merkel würdigt Neven DuMont

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Die Worte hat sie wohl gehört, zu einer Reaktion hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht hinreißen lassen. Helmut Heinen, Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, hatte beim Empfang zum 80. Geburtstag für den Verleger Alfred Neven DuMont vor „einer um sich greifenden Gedankenlosigkeit“ in Teilen der Politik und in vielen Behörden gewarnt, wenn es darum ginge, die Strafverfolgungsinteressen des Staates und den Bestand der Pressefreiheit gegeneinander abzuwägen. Die Kanzlerin unterstrich zwar, dass die Medien ein unverzichtbarer Bestandteil einer freien, demokratischen Gesellschaft seien, ansonsten konzentrierte sie sich auf die Laudatio für Neven DuMont, der am 29. März 80 wurde. Sie würdigte den Journalisten im „politischen Verleger“, wenn er selbst schreibt „und dabei auch manchmal mich trifft“, sie hob dessen treffsicheres Gespür für den Markt hervor, das das Familienunternehmen in der zwölften Generation zum viertgrößten Zeitungshaus in Deutschland werden ließ. Dessen Blätter seien von Liberalität, Unabhängigkeit, Toleranz, Lesernähe und Sprachkultur geprägt. Neven DuMont antwortete mit dem Kompliment an die Politikerin und Kanzlerin Merkel, dass „wir uns jetzt langfristig auf sie eingestellt haben“. jbh

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