Medien : Millionenspritze für „New York Times“

Quasi über Nacht sind die Finanzsorgen der „New York Times“ erheblich kleiner geworden. Die ehrwürdige Zeitung erhält vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim, dem laut „Forbes“-Magazin zweitreichsten Mann der Welt, eine Finanzspritze in Höhe von 250 Millionen Dollar. Damit bestätigte sich am Montagabend ein Bericht, der zuvor in der „Times“ selbst gestanden hat. Das Vermögen von Slim, der bereits seit September Anteile an der „Times“ hält, soll sich auf 60 Milliarden Dollar belaufen.

Der US-Zeitungskonzern hat seit längerem mit sinkenden Werbeeinnahmen zu kämpfen. Die Schulden des Zeitungshauses belaufen sich nach Medienberichten auf 1,1 Milliarden Dollar. Für die Finanzspritze werden auf zwei Unternehmen aus Slims Imperium Schuldscheine ausgestellt, die 2015 fällig werden. Slim könnte die Papiere dann auch in Aktien des Verlags umwandeln, wie die New York Times Company am Montagabend mitteilte. Die 15,9 Millionen Anteilsscheine entsprächen einer Beteiligung von etwa elf Prozent. Slims Investments umfassen eine Vielzahl von Branchen. Anfang Dezember war der Multimilliardär bei der kriselnden Citigroup eingestiegen, dort hält er nun ein Prozent des Kapitals. Den richtigen Zeitpunkt hatte sich Slim auch für seinen Einstieg bei Apple ausgesucht, kurz bevor das Unternehmen mit dem iMac wieder durchstartete.

Der „Times“-Konzern steht unter besonderem Druck, weil im Mai eine Kreditlinie über 400 Millionen Dollar ausläuft. Möglicherweise muss nach der Geldspritze von Slim nun doch nicht das gerade erst fertig gestellte neue Verlagsgebäude in New York verkauft werden. sag

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben