Mit Adblocker geht nichts auf bild.de : „Bild“ sperrt Nutzer von Werbeblockern aus

Das Portal „Bild.de“ bekommt einen digitalen Türsteher: Nutzer von Werbeblockern können künftig nicht mehr kostenlos auf der Seite surfen.

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Ein Adblocker.
Ein Adblocker.Foto: picture alliance / dpa

Wenn über den Erhalt des klassischen journalistischen Geschäftsmodells in Zeiten des Internet diskutiert wird, stehen immer wieder auch Adblocker in Frage, also Werkzeuge zur Unterdrückung von Werbung auf Webseiten; von Werbung, die eben zu diesem Geschäftsmodell gehören. Ein installierter Werbeblocker oder Werbefilter entfernt automatisch Werbung von Websites.

Nun hat sich der Axel Springer Verlag in der Hinsicht etwas einfallen lassen. Das Portal „Bild.de“ bekommt einen digitalen Türsteher: Nutzer von Werbeblockern können künftig nicht mehr kostenlos auf der Seite surfen. Sie bekommen die Wahl, ihren Adblocker für „Bild.de“ auszuschalten oder ein monatliches Abonnement abzuschließen, wie der Medienkonzern Axel Springer am Dienstag mitteilte. Wer seinen Adblocker nicht ausschalte oder nicht zahle, könne ab sofort keine Inhalte mehr auf „Bild.de“ nutzen.

Schalten Sie Ihren Adblocker ab

Nutzer, die einen Adblocker eingeschaltet haben, erhalten die Aufforderung, das Filterprogramm auszuschalten oder für 2,99 Euro im Monat ein „Bildsmart“-Abonnement abzuschließen. „Auch im Netz müssen sich journalistische Angebote über die beiden bekannten Erlössäulen, nämlich Werbe- und Vertriebseinnahmen, finanzieren, um weiterhin unabhängigen Journalismus zu bieten“, sagte „Bild“-Verlagsgeschäftsführerin Donata Hopfen.

Einen smarteren Weg in Sachen Adblocker wählt zurzeit faz.net, das Online-Portal der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Produkte, wendet sich in einem Brief an die Leser: „Wir freuen uns, dass Sie faz.net nutzen. Jeden Tag arbeitet unsere Redaktion die wichtigsten Ereignisse für sie auf, berichtet, analysiert, kommentiert(..)Wenn Sie möchten, dass wir faz.net weiter entwickeln können und unsere Webseite auch in Zukunft kostenfrei bleiben kann, schalten Sie Ihren Adblocker ab.“

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