Mit Doppelherz : Kai Pflaume macht Quiz und Liebe

Nach Günther Jauch und Stefan Raab entdeckt nun auch Kai Pflaume seine Liebe zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Doch auch Sat1 will er treu bleiben.

von
Foto: dpa
Foto: dpaFoto: dpa

Die Promi-Decke im deutschen Fernsehen ist extrem dünn. Es gibt mehr Sendungen als Moderatoren, also muss geteilt werden. Günther Jauch arbeitet für RTL und bald auch für die ARD, Stefan Raab moderiert für das Erste und Pro 7, jetzt übernimmt Kai Pflaume das „Einer für Zwei“-Modell. Er bleibt der Sat-1-Beziehungsshow „Nur die Liebe zählt“ treu und wird zusätzlich für die ARD „Das neue Star Quiz“ moderieren. Dies gaben der öffentlich-rechtliche NDR und der Privatsender Sat 1 am Dienstag bekannt. Die neue Sendung für Kai Pflaume im Ersten ist eine alte. Bis zu seinem Wechsel zum ZDF hatte Jörg Pilawa das Format erfolgreich bearbeitet, mit Pflaume soll an diese glorreichen Quoten-Zeiten angeknüpft werden. NDR-Sprecher Martin Gartzke wollte nichts zu den Vertragsmodalitäten sagen. Fest steht, dass „Das neue Star Quiz“ am 27. Januar und am 10. Februar 2011 gezeigt wird. Für das Frühjahr sei ein weiteres Format für den Hauptabend mit Kai Pflaume in Vorbereitung, teilte der NDR mit. Der 43-jährige Moderator ließ verlauten, dass für ihn „die Zusammenarbeit mit dem NDR und die damit verbundenen neuen Herausforderungen einer der wichtigsten Schritte“ in seiner Karriere seien.

Sat-1-Sprecherin Diana Schardt sagte, dass Kai Pflaume mit dem ARD-Angebot im Rücken auf Sat 1 zugekommen sei. Da nach ihrer Aussage keiner der beiden Sender, weder Sat 1 noch die ARD, auf einen Exklusivvertrag gepocht hat, sei der „geteilte Pflaume“ möglich geworden. Die neue Staffel von „Nur die Liebe zählt“ wird im Frühjahr 2011 ausgestrahlt, immer sonntags um 19 Uhr. Klar ist: Beide TV-Stationen werden nach einer bestimmten Spanne resümieren, ob der „Doppel-Pflaume“ wirklich funktioniert.

Jauch, Raab und jetzt Pflaume: Die Nachwuchsprobleme (oder die Einfallslosigkeit) des Fernsehens bei der Show-Moderation müssen gewaltig sein, wenn Besetzungsfragen nur über ein Mehr an Sendungen für das vorhandene Personal gelöst werden können. Bei den Öffentlich-Rechtlichen und den Privaten wächst zusammen, was nicht länger getrennt sein soll. Amor vincit omnia. Joachim Huber

Autor

4 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben