Medien : „Mit Kahn sprach ich über Literatur“

Deshalb schickt die ARD Marco Bode als Experten zur Nationalmannschaft

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Herr Bode, hat die ARD die Arbeit vor der Kamera mit Ihnen vor der EM trainiert?

Erstaunlicherweise nicht. Ich sehe meine Rolle sowieso weniger als Moderator denn als Kenner der deutschen Nationalmannschaft, ein Experte.

Also einer wie Günter Netzer.

Ich werde meine Meinung sagen, mir selber treu bleiben. Vor zwei Jahren war ich noch selber Spieler, da brauche ich keine künstliche Distanz zum Team.

Das scheint die EM der prominenten Fernseh-Duos zu werden. Poschmann/Beckenbauer, Delling/Netzer, Hartmann/Bode. Werden Sie Waldemar Hartmann duzen?

Ja. Hartmann duzt uns ja alle. Wir kennen uns ja noch gar nicht so gut. Er kommt ja mehr aus dem Süden, ich aus dem Norden.

Fußball-TV-Experte ist ja kein ganz so leichter Job mehr, vor allem nach dem Streit, den Rudi Völler 2003 vor laufender Kamera mit Delling, Netzer und Hartmann hatte. Traut man sich da überhaupt noch, kritisch zu sein?

Es ist ja nicht so einfach für Spieler und Trainer. Die werden direkt nach einem Länderspiel über ihre Zukunft als Vereinsspieler ausgefragt. Was soll das?

Einen Spieler scheinen Sie besonders gut zu kennen. Oliver Kahn schreibt in seiner Biografie, Marco Bode wäre der einzige Spieler gewesen, mit dem er während der Turniere über Bücher reden konnte.

Wenn er das so schreibt, wird das wohl stimmen. Wir hatten ein paar sehr gute Gespräche über Literatur, aber eng befreundet sind wir nicht.

Bleiben Sie nach der EM ARD-Experte?

Zunächst konzentriere ich mich auf den Job als TV-Produzent. Wir machen für Super-RTL eine Fußballshow für Kinder.

Und was machen Sie, wenn Deutschland nach der Vorrunde rausfliegt?

Dann fliege ich auch nach Hause.Die Fragen stellte Markus Ehrenberg

Marco Bode berichtet für die ARD aus dem EM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Faro, erstmals ist er am Sonnabend, um 13 und 16 Uhr, zu sehen.

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