Medien : Mit Sack und Pack

Umzugshilfe für den PC: So gelangen Daten, Einstellungen und Programme auf den neuen Computer

Kurt Sagatz

Man muss vom neuen Windows nicht überzeugt sein, spätestens mit dem neuen Computer kommt Vista in den meisten Fällen dennoch auf den Schreibtisch. Die größte Herausforderung besteht dann darin, mit dem neuen PC möglichst schnell wieder so arbeiten zu können, wie man es mit dem Altgerät gewohnt war. Eine erste Hilfe dabei ist der Windows-Umzugshelfer. Noch besser aber ist – wie bei einem echten Umzug – die Hilfe von Profis. Statt Muskelkraft übernimmt beim Windows-Computer ein kommerzielles Programm diese Aufgabe, denn der „PC Mover“ überträgt nicht nur die individuellen Daten und Einstellungen, sondern einen großen Teil der gewohnten Programme gleich mit.

PER USB-KABEL VERBUNDEN

Das rund 50 Euro teure Programme „PC Mover“ von Avanquest wurde von der Softwarefirma Laplink entwickelt, die über langjährige Erfahrung in der Datensynchronisation zwischen zwei Computern verfügt. Um die Daten unkompliziert übertragen zu können, gehört ein USB-2.0-Kabel zum Lieferumfang. Der „PC Mover“ unterstützt sämtliche Windows-Versionen ab Windows 95, die Hardwareanforderungen sind äußerst gering. Selbst ein 486er-Prozessor und vergleichsweise geringe 20 Megabyte Festplattenspeicher reichen aus. Können die beiden Computer nicht direkt mit dem USB-Kabel verbunden werden, kann der Datentransfer auch über ein Netzwerk oder über externe Datenträger wie CD/DVD oder einen hinreichend großen USB-Stick erfolgen. Die Betriebssystemversion auf dem Ziel-PC darf nicht älter sein als auf dem Quell-PC, ein Umzug zum gleichen Typ ist möglich.

OFFICE JA, ANTI-VIRUS NEIN

Sowohl die bekannten Office-Programme von Microsoft als auch eine Vielzahl von anderen Anwendungsprogrammen (beispielsweise Quicken oder Adobe Photoshop) sowie viele Multimedia-Programme werden anstandslos transferiert, ohne dass dafür die Original-CD benötigt wird. Bei Antiviren- oder AntiSpy-Programmen klappt dies jedoch nicht. Hardware-Treiber für Geräte wie Drucker, TV-Karten oder Scanner müssen auf dem Ziel-PC manuell installiert werden. Mit dem „PC Mover“ können mehrere Benutzerkonten in einem Rutsch übertragen werden. Auch der Transfer einzelner Konten ist möglich.

DIE UMZUGSVORBEREITUNGEN

Bevor es losgeht, sollte auf beiden Systemen ein letzter Suchlauf mit dem Virenscanner gestartet werden. Schließlich sollen nur wichtige Daten, aber keine Schädlinge umziehen. Zur Sicherheit sollte von beiden Rechnern ein Abbild – auch Image genannt – erstellt werden. Danach werden auf dem Altgerät alle nicht mehr benötigten Programme entfernt. Die übrigen Programme, die auf dem neuen PC laufen sollen, werden noch einmal per Internet-Update aktualisiert. Das gilt auch für das Betriebssystem. Auf dem neuen PC werden nun eventuell vorhandene Demo-Programme oder Evaluierungskopien entfernt, die den PC Mover daran hindern könnten, ein benötigtes Programm vom alten auf den neuen PC zu übertragen. Danach wird der „PC Mover“ auf beiden PCs installiert und gestartet. Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm genau. Kommt es zu Problemen, erlaubt der „PC Mover“ die Wiederherstellung des Ursprungszustandes.

WAS IST MIT DEN LIZENZEN?

Das Programm hält sich an die Schutzmaßnahmen der Software-Hersteller. So muss zum Beispiel Office 2003 nach dem Umzug erneut aktiviert werden. Auch die Windows-internen Sicherheitsregeln bleiben erhalten. Das gilt zum Beispiel für die Zugriffssteuerung der Benutzerkonten über die individuellen Passwörter. So wird gewährleistet, dass der Schutz sensibler Informationen nicht per Umzug ausgehebelt wird Aber auch an die Lizenz für den „PC Mover“ sollte man denken: Jede Lizenz erlaubt nur den einmaligen Umzug von einem PC auf den anderen. Das mitgelieferte Verbindungskabel funktioniert allerdings auch, wenn man später die Windows-interne Umzugshilfe nutzt.

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