Medien : Musikwellen liegen weiter vorn

r.s.2 hat BB Radio den Spitzenplatz abgenommen

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WELCHE SENDER DIE BERLIN–BRANDENBURGER HÖREN

Die Berliner und Brandenburger wollen weiterhin vom Radio vor allem eines: Musik. Nach den neuen Hörer Zahlen, die in der Media-Analyse alle halbe Jahre ermittelt werden und gestern in Frankfurt veröffentlich wurden, liegen drei Musikprogramme an der Spitze: r.s.2 mit 220 000 Hörern pro Stunde, dahinter kommt die ORB-Welle Antenne Brandenburg (207 000) – immerhin mit 27 000 Hörern mehr als im Jahr 2002. Dritter ist der Gewinner der letzten MA: BB Radio, das 12 000 Hörer pro Stunde verloren hat und jetzt bei 203 000 liegt. Noch immer unterscheiden sich Berliner und Brandenburger bei ihrer Senderwahl stark. So hören doppelt so viele Menschen in Brandenburg BB Radio wie r.s.2. – in Berlin ist es genau umgekehrt.

Berlin-Brandenburg ist, wie die neuen MA-Zahlen zeigen, ein recht stabiler Radiomarkt geworden. Die Hörerschwankungen haben nachgelassen, liegen zwischen fünf und zehn Prozent. Ausnahme: die Informationswellen DeutschlandRadio und Deutschlandfunk. Sie messen ihre Hörer pro Durchschnittstag, nicht pro Durchschnittsstunde. Statt 108 000 schalteten in diesem Jahr nur noch 84 000 Menschen einmal am Tag in den Deutschlandfunk rein, beim DeutschlandRadio Berlin sank die tägliche Hörerzahl von 71 000 auf 58 000. Vor dem Hintergrund sind die 2000 Hörer, die das von ORB und SFB gemeinsam produzierte Info-Radio im Vergleich zum Vorjahr hinzugewonnen hat, als Erfolg zu werten.

Der Sender Hundert,6 konnte sich dagegen leicht erholen, seitdem der polarisierende „BZ“-Chefredakteur Georg Gafron gegangen ist; 61 000 Menschen in Berlin-Brandenburg hören den ehemaligen Froschfunk pro Stunde (Vorjahreszahl: 49 000). Der Berliner Rundfunk 91,4, früher einer der beliebtesten der Stadt, stieg weiter ab – von 121 000 auf 105 000 Hörer pro Stunde.

Die Zeit, die die Menschen mit dem Radio verbringen, blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant bei täglich 4 Stunden 23 Minuten. nol

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