Nach der Sommerpause : "Ein Job, schöner als Papst"

In der ersten Sendung nach der Sommerpause treffen Thomas Gottschalk und Harald Schmidt aufeinander. Der Autor und Redaktionsleiter Ralf Kabelka ist der Mann hinter der Show "Schmidt & Pocher". Was er über Manuel Andrack denkt und was auf die Zuschauer im Herbst noch zukommen wird, verrät er dem Tagesspiegel.

Harald Schmidt
Haraldt Schmidt (l.) und Thomas Gottschalk: Wer stiehlt wem die Show?Foto: dpa

Heute kehrt „Schmidt & Pocher“ aus der Sommerpause zurück. Gibt es mit Ihnen Veränderungen nach dem Motto: neuer Redaktionsleiter, neues Konzept?

Wir machen ja eine Show, die ihr ausgeklügeltes, hochkomplexes Konzept im vollen Umfang im Sendungstitel unterbringt. „Schmidt & Pocher“ heißt halt, man bekommt eine Stunde lang zu hundert Prozent Harald Schmidt und Oliver Pocher. Das ist das Konzept. Und daran muss man nichts ändern.

Musste Harald Schmidt Sie lange zu diesem Job bitten? Sie arbeiten für Schmidt ja schon seit 1995, noch aus der Sat-1-Show.

Ich habe Harald Schmidt ja immer als fairen und freundlichen Chef kennengelernt. Das war in der Sat-1-Zeit so und hat sich nicht geändert, als ich vor einem Jahr als Autor wieder zu „Schmidt & Pocher“ kam. Und Oliver Pocher ist eh in Ordnung. Als ich Ende Juli gefragt wurde, ob ich den Posten des Redaktionsleiters übernehmen wolle, habe ich keine Sekunde gezögert, ja zu sagen. Das ist doch ein Hammerjob – sogar noch schöner als Papst …

Wird Ihr Einfluss auf die Show wachsen? Sie sind ja auch Autor und Gagschreiber.

Da verweise ich ganz bescheiden auf das, was sich Bertolt Brecht mal als Epitaph gewünscht hat: „Er hat Vorschläge gemacht. Wir haben sie angenommen.“ Nee, im Ernst, wir entwickeln die Show im Team, und das letzte Wort haben Schmidt und Pocher. Das wird auch so bleiben.

In den vergangenen Monaten wurden „Schmidt & Pocher“ mitunter vehement kritisiert. Ihr Vorgänger Manuel Andrack hat dem Format im Interview noch höchstens ein Jahr gegeben.

Komisch, als er noch für uns gearbeitet hat, habe ich solch einen Satz nie von ihm gehört. Also ich sehe das ganz anders und erlebe die beiden, jetzt komme ich auch mit so einem Trainerding, „motiviert bis in die Haarspitzen“. Und das bedeutet, dass sich die Show auch in Zukunft immer wieder ändern wird: Man will sich ja den Spaß erhalten.

Andrack klagte über die immer weniger werdenden Sendungen und gesunkene Verdienstmöglichkeiten.

Die nächsten Monate wird warmes Essen auf dem Tisch stehen. Und in der Sommerpause geht man wieder auf die Walz. Das ist für Autoren ganz normal.

Sie selbst wurden in der „Harald-Schmidt- Show“ mit unterhaltsamen Einspielfilmen des fiktiven CDU-Politikers Dr. Udo Brömme bekannt. Nach der Bayernwahl scheint eine konservative Leitfigur nötiger denn je. Werden Sie da weitermachen?

Wenn es um Deutschland schlecht bestellt war und vieles im Argen lag, hat sich Dr. Udo Brömme nie lange bitten lassen und seinen segensreichen Einfluss geltend gemacht. Das wird auch in Zukunft wieder so sein. Denn Zukunft ist gut für alle!

Das Gespräch führte

Markus Ehrenberg.

„Schmidt & Pocher“, ARD, 22 Uhr 45

Ralf Kabelka, 43, hat Manuel Andrack als Redaktionsleiter bei „Schmidt & Pocher“ abgelöst. Außerdem schreibt er Gags für Schmidt und ist in der Show als Dr. Udo Brömme zu sehen.

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