Nach Hannelore Schmidts Tod : WDR stellt "Loki und Smoky" ein

Nach dem Tod von Hannelore "Loki" Schmidt stellt der Westdeutsche Rundfunk die Rubrik "Loki und Smoky" in der Kabarettsendung "Mitternachtsspitzen" "mit sofortiger Wirkung" ein.

Dies geschehe aus Trauer und Mitgefühl für Helmut Schmidt, hieß es weiter. Der Komiker Uwe Lyko mimte Helmut Schmidt, Wilfried Schmickler seine Frau in den Sketchen, die sich fast immer um die Rauchleidenschaft des Paares drehten.

In den letzten Jahren hatte Loki Schmidt auch wegen des Rauchens viel Aufmerksamkeit bekommen: Altbundeskanzler Helmut Schmidt und seine Frau ließen sich das Rauchen nicht verbieten. Trotz eines Rauchverbots zündete sich das Ehepaar zum Beispiel bei einem traditionellen Neujahrspunsch 2008 im Hamburger Theater "Winterhuder Fährhaus" Zigaretten an. Das Theater stellte ihnen sogar exklusiv einen Aschenbecher zur Verfügung.

Ans Aufhören dachten die beiden nicht mehr. "Sogar die Ärzte raten uns davon ab", sagte Loki Schmidt damals der "Hamburger Morgenpost". Die Umstellung würde zu viel Stress für den Körper bedeuten. "Ich habe im Alter von zehn Jahren mit dem Rauchen angefangen", sagte die damals 88-Jährige. Als Erwachsene rauchte sie eine Schachtel pro Tag, wie sie einmal in einem Interview sagte. Auch eine schwere Lungenentzündung konnte sie 2002 nicht stoppen.

Das Theater betonte damals, dass die Raucherlaubnis für die Schmidts eine absolute Ausnahmeregelung sei. "Bei diesen treuen Ehrengästen ist das selbstverständlich", sagte ein Sprecher. Helmut Schmidt hatte es sogar in den USA geschafft, dass er im Lokal rauchen darf, wie eine ARD-Dokumentation von Sandra Maischberger über den Politiker zeigte. (dapd)

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