NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ZDF-Intendant: Sender und Verlage sollten Partner sein



Die öffentlich-rechtlichen Sender und die Zeitungshäuser sollten Partner im Bemühen um Qualität und Vielfalt im Journalismus sein, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter am Montag bei der Eröffnung der 43. Mainzer Tage der Fernsehkritik. Angesichts der Kritik am Umfang des Onlineangebots der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zeigte er sich besorgt, wie sich die Akteure und Veranstalter des Qualitätsjournalismus gegenseitig bekämpften und schwächten. „Wir bewachen immer noch die falsche Tür. Unsere Gegner sind andere“, sagte Schächter unter Bezug auf wenig kontrollierbare internationale Medienkonzerne im Netz. Er versicherte, das ZDF trete an keiner Stelle in einen wirtschaftlichen Wettbewerb mit den Zeitungsverlagen. Das garantiere nicht zuletzt die im Gesetz verankerte Selbstbeschränkung der öffentlich-rechtlichen Sender. ZDF und ARD wollten auch nicht ihre private Konkurrenz verdrängen. dpa/Tsp

„Abendzeitung“ in München

baut jede vierte Stelle ab

Die Münchner „Abendzeitung“ will aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation jede vierte Stelle abbauen. Wie die Geschäftsführung am Montag in München mitteilte, sollen in der Redaktion 22 Stellen von etwa 80 abgebaut werden. Betroffen seien sowohl Text- und Bildredaktion als auch das Layout. Die Münchner Boulevardzeitung werde sich künftig noch mehr als bisher auf die Lokalberichterstattung aus München konzentrieren. Ein neues redaktionelles Konzept sei erarbeitet worden, sagte Chefredakteur Arno Makowksy. Die „Abendzeitung“ ist im Besitz der Verlegerfamilie Friedmann und hatte sich erst kürzlich von ihrer Nürnberger Ausgabe getrennt. dpa/Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar