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RINGIER AG]Allensbach: Twitter wird als Kommunikationsform überschätzt

Die Medien überbewerten nach Einschätzung von Allensbach-Chefin Renate Köcher das Twittern als Kommunikationsform. Twittern habe in der Berichterstattung zwar „enorme Bedeutung“. Der Kreis derer, die twitterten, sei jedoch sehr klein, sagte Köcher am Mittwoch in Berlin, wo sie die Studie „Gesprächskultur 2.0“ vorstellte. Bei dem sozialen Netzwerk Twitter handelt es sich um ein öffentlich einsehbares Tagebuch, bei dem angemeldete Nutzer einander Kurzmitteilungen von höchstens 140 Zeichen schicken können. Der Studie zufolge twittern von den 14- bis 24-Jährigen in Deutschland vier Prozent, zwei Prozent sind es unter den 25- bis 39-Jährigen. Darüber hinaus ist es nur noch ein Prozent oder weniger. Die Beteiligung an Community-Plattformen im Internet ist dagegen etwa zehnmal so hoch. Tsp

Bundesgericht entscheidet über Auskunft für bespitzelte Journalisten

Der Bundesnachrichtendienst (BND) muss Journalisten, die von ihm überwacht worden sind, keine Auskunft über die Quelle der Informationen geben. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch in überwiegenden Teilen eine Klage des Journalisten Andreas Förster zurück, der von dem Geheimdienst Auskunft darüber verlangte, aus welchem Personenkreis heraus er bespitzelt worden war. Der Auskunftsanspruch sei jedoch unbegründet, „weil die Ausforschung der Arbeitsweise des Bundesnachrichtendienstes zu befürchten war“, urteilte das Gericht (Aktenzeichen: BVerwG 6 A 2.09). Allerdings war der BND 2007 vom gleichen Gericht grundsätzlich dazu verpflichtet worden, bespitzelten Journalisten Auskunft über gesammelte, personenbezogene Informationen zu erteilen. epd/Tsp

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