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Grenz-Shooter „1378“ gestoppt

Nach heftigen Protesten von Opferverbänden hat die Karlsruher Hochschule für Gestaltung die Veröffentlichung eines Computerspiels zum Todesstreifen an der innerdeutschen Grenze abgesagt. Das kostenlose Herunterladen des Spiels „1378 (km)“ aus dem Internet werde erst einmal verschoben, sagte der Pressesprecher der Hochschule, Klaus Heid, am Donnerstag. Der Ego Shooter sollte zunächst am 3. Oktober, dem 20. Jahrestag der Wiedervereinigung, präsentiert werden. Nun ist ein späterer Zeitpunkt geplant. Sollten sich Opfer durch das Spiel verletzt fühlen, „bedauern wir das sehr“, sagte Heid. Das Spiel wolle der jüngeren Generation die Brutalität der Grenzsoldaten an der innerdeutschen Grenze vermitteln und in keiner Weise verharmlosen. Nach den Protesten waren am Donnerstag Videos und Bilder zum Spiel von der Homepage der Hochschule entfernt worden. epd/Tsp

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