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KiKa-Affäre: Druck auf MDR wächst

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der für den ARD/ZDF-Kinderkanals federführend zuständig ist, gerät nach der Verhaftung eines leitenden Angestellten unter Druck. „Wir erwarten einen Bericht des Intendanten über die offensichtlichen Fehler und Mängel in der Kontrolle“, sagte Gerd Schuchardt, Vorsitzender des MDR-Verwaltungsrats, dem „Spiegel“. Der Mitarbeiter war unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Er soll gemeinsam mit einem Mitarbeiter einer Berliner Technikzulieferer-Firma über Scheinrechnungen vom Sender seit 2005 mehrere Millionen Euro erschwindelt haben. Der „Focus“ berichtete, dass der Mann sich die Rechnungen von zwei Mitarbeiterinnen habe abzeichnen lassen. Der MDR prüfe derzeit, ob die Kolleginnen von ihm unter Druck gesetzt worden seien. Laut „Spiegel“ beschäftigt die Aufsichtsgremien vor allem die Frage, wie es einem einzigen Mitarbeiter erlaubt sein kann, Buchungen in Höhe von bis zu 500 00 Euro zu veranlassen. Eigentlich sei das nur Direktoren und Hauptabteilungsleitern gestattet. Offenbar gab es laut „Spiegel“ für den Beschuldigten eine Sonderregelung.dpa/Tsp

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