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Immer mehr Journalisten entführt

Mord, Entführung, Repressalien: Journalisten leben in vielen Ländern gefährlich. 57 Reporter sind 2010 bei ihrer Arbeit getötet worden, 51 Journalisten wurden gekidnappt. Damit lag die Zahl der Entführungen höher als in den zwei Jahren davor, wie die Organisation Reporter ohne Grenzen am Donnerstag in ihrem Jahresbericht feststellte. Die Zahl der Todesopfer ging hingegen zurück: 2009 waren noch 76 Journalisten getötet worden. Allerdings gab es damals ein Massaker auf den Philippinen, das allein 32 Medienmitarbeiter das Leben kostete. Journalisten würden immer weniger als neutrale Beobachter gesehen, berichtete Reporter ohne Grenzen. Besonders in Afghanistan und Nigeria seien sie dem Risiko ausgeliefert, verschleppt zu werden. „Journalisten werden zunehmend als eine Art Verhandlungsmasse betrachtet“, heißt es in der Bilanz. dpa/Tsp

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