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Ungarns Medienwächter leiten Verfahren gegen RTL-Tochter ein

Die ungarische Medienregulierungsbehörde hat ein Verfahren gegen den privaten Fernsehsender RTL Klub eingeleitet. Die Behörde beanstandet, dass die ungarische RTL-Tochter im Oktober 2010 „reißerisch“ und auf „für jugendliche Seher schockierende“ Weise über einen brutalen Brudermord in einem südungarischen Dorf berichtet hätte. Der Sender wies die Anschuldigungen zurück. Die auch in Ungarn umstrittene Behörde verfügt seit Jahresbeginn über umfassende Sanktions- und Durchgriffsrechte gegen alle Medien des Landes. Die EU-Kommission prüft, ob das Regelwerk gegen die in den EU-Verträgen niedergelegten Grundrechte verstößt. Ungarns Regierung hat das neue Gesetz am Dienstag erneut gegen Kritik aus dem Ausland verteidigt. dpa

RBB-Fernsehen erzielt Rekordquoten

Das Fernsehen des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) stand 2010 so hoch in der Zuschauergunst wie noch nie. Insgesamt konnte der öffentlich-rechtliche Sender seinen Anteil an der Fernsehnutzung in Berlin und Brandenburg um 0,5 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent steigern, wie der RBB am Dienstag mitteilte. Die „Abendschau“ als erfolgreichstes Informationsprogramm des RBB hat ihre Zuschauerzahl um 20 000 auf 280 000 verbessert und liegt bei einem Marktanteil unter den Zuschauern in der Region von 27,6 Prozent. „Brandenburg aktuell“ legte um 10 000 auf 200 000 Zuschauer (Marktanteil 21,3 Prozent) zu. Im ARD-Vergleich lägen die Regionalmagazine des RBB damit auf den Plätzen zwei und vier, sagte Programmdirektorin Claudia Nothelle. Tsp

Frey befürchtet „Kannibalisierung“ bei ARD-Talkshows

ZDF-Chefredakteur Peter Frey sieht die Zunahme von Talkshows bei der ARD kritisch. Es gebe das Risiko einer Kannibalisierung: „Ich glaube nicht, dass sich Günther Jauch und Frank Plasberg auf eine friedliche Koexistenz verständigen, nach dem Motto: Merkel kommt sonntags zu mir, Guttenberg geht montags zu dir“, sagte Frey in einem Interview der „FAZ“. Talkshows gehörten zu den Sendungen mit dem ältesten Zuschauerdurchschnitt, sagte Frey. „Und das an fünf Abenden hintereinander? Das ist waghalsig und kein Schritt in die Zukunft“, fügte Frey mit Blick auf den öffentlich-rechtlichen Konkurrenten hinzu. Das ZDF werde sich auf die Talkshow von Maybrit Illner am Donnerstagabend konzentrieren. dpa/Tsp

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