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MDR-Rat vor Intendantenwahl:

„Ostalgie-Gehampel“ beenden



Mike Mohring, Thüringens CDU-Fraktionschef und Mitglied im MDR-Rundfunkrat, hat von der künftigen Führung des Senders eine komplette Neuausrichtung gefordert. „Das ganze Ostalgie-Gehampel ist nicht mehr zum Anschauen und entspricht nicht mehr dem mehrheitlichen Denken der von der Drei-Länder-Anstalt versorgten Bürger“, sagte Mohring der „Leipziger Volkszeitung“. Nur eine Minderheit fühle sich 22 Jahre nach der Einheit in erster Linie als Ostdeutsche, die Mehrheit hingegen als Sachsen, Sachsen-Anhalter, Thüringer. Einzige Kandidatin bei der Intendantenwahl an diesem Sonntag ist die juristische MDR-Direktorin Karola Wille. Sie benötigt eine ZweiDrittel-Mehrheit im Rundfunkrat. Tsp

Zollitsch verurteilt Zurschaustellung

des toten Gaddafi

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat die weltweite Verbreitung von Fotos und Videos des toten libyschen Ex-Diktators Muammar al Gaddafi als „moralisch inakzeptabel“ verurteilt. Den Milizionären sei es hier weniger um den „Beweis“ für Gaddafis Ende gegangen als vielmehr um das „sensationalistische Zurschaustellen“, sagte der oberste deutsche Katholik dem „Focus“. Er könne diese Haltung nicht nachvollziehen. Zuvor war bereits die britische BBC für ihre Berichterstattung über den Tod Gaddafis kritisiert worden. 200 Fernsehzuschauer hätten sich beschwert, weil der Sender immer wieder ein Handyvideo ausstrahlte, das Gaddafis letzte Sekunden zeigen soll. dpa

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