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Russischer Journalist stirbt

fünf Jahre nach brutalem Überfall

Knapp fünf Jahre nach einem brutalen Überfall ist der russische Journalist und Umweltaktivist Michail Betekow gestorben. Der 55-Jährige habe bei einer Routineüberprüfung im Krankenhaus einen Herzstillstand erlitten, sagte am Montag seine Anwältin Stalina Gurewitsch. Der Tod sei „vollkommen überraschend“ eingetreten. Der Journalist hatte kritisch über den Bau einer Schnellstraße durch einen Wald in der Nähe von Moskau und die dafür geplante Abholzung berichtet. Er war 2008 so schwer verprügelt worden, dass er einen Hirnschaden erlitt und ihm ein Unterschenkel sowie mehrere Finger amputiert werden mussten. Nach dem Überfall saß er im Rollstuhl und konnte nicht mehr sprechen. In letzter Zeit hatte Betekow seiner Anwältin zufolge allerdings erste Gehversuche unternommen und auch wieder mit dem Sprechen angefangen. In Russland werden Journalisten und Regierungskritiker immer wieder Opfer von Angriffen. AFP

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