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Beleidigungen auf Facebook

nicht automatisch Kündigungsgrund

Wer seinen Arbeitgeber in sozialen Netzwerken wie Facebook grob beleidigt, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Ausnahmsweise kann der Arbeitgeber jedoch verpflichtet sein, einen Arbeitnehmer trotzdem weiterzubeschäftigen. Das ist etwa dann der Fall, wenn der Beschäftigte schon seit Jahrzehnten im Betrieb mitarbeitet. Das hat das Hessische Landesarbeitsgericht entschieden (Az.: 21 Sa 715/12). In dem Fall schrieb ein Mediengestalter in einer offenen FacebookGruppe über seinen Arbeitgeber: „Ich kotze gleich ... So asoziale Gesellschafter gibt es wohl kaum ein zweites Mal“. Hintergrund war eine tarifliche Auseinandersetzung in dem Betrieb. Als der Arbeitgeber von dem Eintrag erfuhr, entließ er den Angestellten fristlos. Dagegen klagte dieser vor Gericht mit Erfolg. dpa/Tsp

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