Medien : NACHRICHTEN

BGH verbietet Paparazzi-Fotos von Sabine Christiansen

TV-Moderatorin Sabine Christiansen hat im Streit mit dem Heinrich Bauer Verlag um die Veröffentlichung von Paparazzi-Fotos endgültig und durch alle Instanzen gewonnen. Der Bundesgerichtshof wies am Dienstag die Revision des Verlags zurück. Die Fotos waren im April 2006 in der Zeitschrift „das neue“ erschienen. Sie zeigen Christiansen und ihren damaligen Freund Norbert Medus, den sie im Sommer 2008 geheiratet hat, beim Stadtbummel. Christiansen klagte daraufhin vorm Landgericht Berlin, das die Veröffentlichung und Verbreitung der Bilder mit Verweis auf den Schutz der Privatsphäre verbot. Der BGH bestätigte jetzt dieses Urteil: „Die Selbstdarstellung Prominenter gibt der Presse in der Regel kein Recht, ohne die erforderliche Einwilligung Bilder aus deren privatem Lebenskreis zu veröffentlichen“, wenn kein ausreichendes Informationsinteresse bestehe. Der BGH folgt damit der Linie in der Rechtsprechung, die Prinzessin Caroline von Hannover als Präzedenzfall durchgesetzt hat. Tsp/AP

Ex-„Spiegel“-Chef Aust setzt sich gegen RAF-Ermittler durch

Ex-„Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust hat sich in einem Rechtsstreit gegen den früheren RAF-Ermittler Klaus Pflieger durchgesetzt. Der Stuttgarter Generalstaatsanwalt Pflieger darf nach einem Urteil des Hamburger Landgerichts vom Dienstag unter anderem nicht mehr behaupten, der 62 Jahre alte Journalist und Autor („Der Baader-Meinhof-Komplex“) habe in früheren Büchern und „Spiegel“-Artikeln „die Vermutung geäußert, die Stammheimer Häftlinge seien von staatlicher Seite ermordet worden“. dpa

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