Medien : NACHRICHTEN

BGH: Kein Totalverbot von Fotos

der Beckenbauer-Kinder

Prominente können nicht vorbeugend die Veröffentlichung jeglicher Pressefotos ihrer Kinder bis zu deren Volljährigkeit verbieten lassen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein solches Totalverbot von Bildern der beiden minderjährigen Kinder von Franz Beckenbauer abgelehnt. „Zwar müssen Kinder und Jugendliche gegen die Presseberichterstattung stärker geschützt werden als Erwachsene“, heißt es in dem Urteil vom Dienstag. Allerdings müsse in jedem Einzelfall zwischen deren Persönlichkeitsrecht und der Pressefreiheit abgewogen werden. Die Fotos des heute neunjährigen Joel Maximilian und der fünf Jahre alten Francesca Antonie waren in den Zeitschriften „Neue Woche“, „Viel Spaß“ und „Freizeit aktuell“ erschienen. dpa

Tagesspiegel-Reportagen vom „Weißen Ring“ ausgezeichnet

Die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ hat zum zweiten Mal ihre Journalisten-Preise vergeben. Im Bereich Print gewann Michael Ohnewald mit seiner Reportage „Verlorenes Familienglück“ („Stuttgarter Zeitung“). Tim Horlacher war Sieger in der Sparte Fernsehen mit seinem RTL-2-Beitrag Beitrag „Angst vorm bösen Mann – wie wir unsere Kinder schützen müssen“. In der Kategorie Hörfunk wurde Norbert Steiche für seinen Beitrag „Die Opfer sind die Täter – Der Fall Eschenau“ (Bayern 2) ausgezeichnet. Ein Sonderpreis ging an Pieke Biermann. Die Jury würdigte ihre Kriminalreportagen, die sie regelmäßig für den Tagesspiegel und das RBB-Inforadio erstellt. Tsp

Keine Revision im Mohren-Prozess

Der wegen Bestechlichkeit verurteilte frühere Fernsehsportchef des MDR, Wilfried Mohren, kommt mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon. Die Staatsanwaltschaft Dresden legt gegen das Urteil keine Revision ein, „schweren Herzens und mit geballter Faust in der Tasche“, wie Sprecher Christian Avenarius sagte. „Das Urteil ist unter Schuldausgleichsgesichtspunkten alles andere als befriedigend, aber wir können letztlich damit leben.“ Mohren war vorige Woche vom Landgericht Leipzig wegen Bestechlichkeit, Vorteilsannahme, Betrugs und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss er 8250 Euro Geldstrafe zahlen. Mohren hatte gestanden, nachdem ihm das Gericht eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt hatte. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar