Medien : Nachrichten

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PETER KLOEPPEL

RTL-Chefredakteur und

Anchorman von „RTL aktuell“

Es ist völlig unwichtig, wer von uns beginnt oder aufhört. Wichtig ist, dass die Zuschauer etwas bei dem Duell lernen.

Die Moderatoren sprechen ein grobes Gerüst ab, viele Nachfragen werden sich aus der Situation ergeben. Frau Merkel und Herr Schröder kennen die Fragen nicht.

Nur bei der ersten Antwort des Themenblockes sind 60 bis 90 Sekunden Zeit; danach hängt es vom Gehalt der Antwort ab, ob und wann wir unterbrechen.

Das Korsett ist sehr weit aufgeschnürt, die Regeln erlauben durchaus einen munteren Schlagabtausch der Kandidaten.

Wir sitzen leicht erhöht und sind damit auf Augenhöhe.

Wir dürfen und werden uns überraschende Fragen ausdenken – aber wenn wir sie hier verraten, wo wäre dann die Überraschung?

Nein, ich kann mich auch ohne VHS-Band sehr lebhaft an 2002 erinnern. Genau deshalb haben wir die „Spielregeln“ lockerer gestaltet, weil der Ablauf zu rigide war, vor allem in der ersten Runde.

Aber sicher: Es gibt ja keine „öffentlich-rechtlichen“ und „privaten“ Fragen. Ziel ist immer: den Zuschauern und Wählern einen Eindruck von Frau Merkel und Herrn Schröder und ihrer Politik zu vermitteln.

Was kann ich dem entgegnen? TV-Kritiker wissen doch immer alles.

Jeder fragt sich hinterher: Habe ich meine Sache richtig gemacht? Wenn wir das nicht täten, hätten wir den Job verfehlt.

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