Nachrichtenbranche : Sichtbare News: N 24 produziert am Potsdamer Platz

Der Nachrichtensender steht vor seinem Relaunch. Wird er zu einer ernstzunehmenden Konkurenz für die Etablierten in der Berliner Republik?

N24
N24: Die neuen Räumlichkeiten sind schon bezogen. Ab Herbst wird hier live gesendet. -Foto: ddp

Arbeiten im gläsernen Studio, so soll er aussehen, der Neuanfang für den Nachrichtensender N24. Die Redaktion verlässt im Herbst dieses Jahres ihren Standort an der Berliner Oberwallstraße und bezieht am Potsdamer Platz ein neues Studio im ehemaligen Debisgebäude.

Gestern zeigten Sendervertreter die Räume der Presse. „Wir holen das Fernsehen aus den dunklen, schalldichten Studios heraus. Damit werden unsere Nachrichten deutlich lebhafter“, sagte Frank Meißner, bei N24 Geschäftsführer für Produktion und Technik. Auf zwei großen Etagen soll eine moderne Newsroom-Anlage entstehen, die die TV- und Multimediaredaktionen von N24 verzahnt. Wie in einem Aquarium können die Spaziergänger am Potsdamer Platz künftig den Mitarbeitern von N24 beim Nachrichtenmachen zuschauen.

Produziert wird auf mehreren Studioplattformen, denkbar sind zum Beispiel Talkrunden mit Blick auf die Wasseranlagen hinter dem Potsdamer Platz. Rund zehn Millionen Euro will man für die Technik ausgeben. Profitieren soll davon nicht nur das Programm von N24. Auch die Nachrichten von Sat 1, Pro 7 und Kabel eins werden hier produziert. „Unser Ziel ist eine gestärkte Informationskompetenz in der ganzen Sendergruppe“, sagte Guillaume de Posch, Vorstandschef der Pro Sieben Sat 1 Media AG.

Für N24 sind die Ziele ambitioniert. Zu Europas modernstem Nachrichtensender soll der Kanal sich in den neuen Studios am Potsdamer Platz entwickeln. Dabei hätte man im Jahr 2003 beinahe den Stecker gezogen, weil die Senderfamilie mit N24 Verluste in Millionenhöhe erlitten hatte, sagte de Posch. twa

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