NDR-Skandal : Heinze verkaufte Drehbücher unter Pseudonym

Im Skandal um NDR-Fernsehfilmchefin Doris Heinze werden weitere Details bekannt: Sie soll auch eigene Drehbücher unter falschen Namen abgerechnet haben

Die Affäre um die suspendierte NDR-Fernsehspielchefin Doris J. Heinze weitet sich aus: Sie habe dem NDR unter einem Pseudonym zwei fertige Drehbücher und ein Kurz-Drehbuch verkauft, ohne dies dem Sender mitzuteilen, wie der Norddeutsche Rundfunk bekannt gab. "Der NDR geht deshalb nunmehr davon aus, dass ihm auch ein materieller Schaden entstanden ist. Hätte Frau Heinze den Sachverhalt offengelegt, hätte sie deutlich weniger Honorar erhalten", heißt es in der Mitteilung. Details wollte der Sender wegen der laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Heinze war in der vergangenen Woche suspendiert worden, weil sie Drehbücher ihres Mannes für den NDR verfilmen ließ, ohne dies im Sender offenzulegen. Im Kern geht es um vier Drehbücher, die Heinzes Ehemann unter dem Pseudonym Niklas Becker geschrieben und die Münchner Produktionsfirma AllMedia für den NDR verfilmt hatte; dies räumte Heinze selbst ein. Heinze war 18 Jahre lang für hochkarätige Fernsehfilme wie den Polizeiruf 110, die Tatort-Reihe im Norden sowie etliche andere Produktionen verantwortlich.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, bm

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