Medien : Neu gesattelt

„Bonanza“, die Westernserie schlechthin, läuft wieder bei Kabel 1

Andreas Kötter

Das waren noch tolle Zeiten für die harten Männer, damals, als der Western in Film und Serie noch etwas galt im Fernsehen. Allein 1958 wurden in den Programmen des US-Fernsehens 20 Serien mit Cowboys, Sheriffs und ein paar Indianern ausgestrahlt. Nicht anders in der Bundesrepublik: Obwohl in den Anfangsjahren des Mediums lediglich drei öffentlich-rechtliche Programme zur Verfügung standen, gab es Tage, an denen gleich drei oder vier verschiedene Serien zu sehen waren. Gone with the wind. Ganz vorne in der Publikumsgunst lag „Bonanza“. Vater Ben Cartwright und die Söhne Adam, Hoss und Little Joe hatten rund um ihre am wunderschönen Lake Tahoe im US-Bundesstaat Nevada gelegene Ponderosa-Ranch eine Menge packender Abenteuer zu bestehen.

Der Privatsender Kabel 1 wird „Bonanza“ von heute an sonnabends um 10 Uhr 40 wiederholen, eingefügt in eine Kette von Western und Westernserien wie zum Beispiel „Rauchende Colts“. Für die Fans des Genres eine letzte Insel der Glückseligkeit. Und weil selbst bei Kabel 1 der Geschäftssinn vor der Mildtätigkeit kommt, darf man davon ausgehen, dass sich dieses Programm auch rechnet. Immerhin erzielt der Sender mit seinem Western-Programm „Marktanteile von bis zu sieben Prozent in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen", wie Pressesprecherin Petra Fink sagt. Selbst dem Vorurteil, dass Western nichts für Frauen seien, weiß sie zu begegnen. In der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen erreiche der Sender mit seinem Western-Vormittag bei den Frauen Marktanteile von bis zu zehn Prozent, die Männer brächten es nur auf neun Prozent.

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