Neue Castingshow : Stimmkanone gesucht

Mit der neuen Castingshow „The Voice of Germany“ wollen ProSieben und Sat1 Dieter Bohlens "Deutschland sucht den Superstar" Konkurrenz machen. Die Jury ist prominent besetzt.

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Für Dieter Bohlen wäre das nichts. Hier gibt es keine Brüste zu begaffen und keine Nerds fertig zu machen – hier gibt es erstmals gar nichts zu sehen, sondern nur zu hören: die Stimme der Kandidaten. „The Voice“ heißt die Castingshow, die in den Niederlanden und den USA ein Erfolg ist. Die beiden Schwesternsender ProSieben und Sat1 holen sie jetzt nach Deutschland und machen damit Bohlens „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) auf RTL Konkurrenz. In der Jury sitzen gleich fünf Musiker: Xavier Naidoo, Nena, Rea Garvey und Alec Völkel und Sascha Vollmer von „The BossHoss“.

Am Donnerstagabend wurde „The Voice of Germany“ in Berlin-Adlershof vorgestellt, wo die Aufzeichnungen, später auch die Liveshows stattfinden. Zunächst kommen aber die sogenannten „Blind Auditions“, in denen 150 Kandidaten, die aus den 7000 Bewerbern bereits ausgesiebt wurden, vor der Jury singen.

Naidoo, Nena, Garvey, Völkel und Vollmer sitzen dafür jeweils mit dem Rücken zur Bühne, in Stühlen, die aussehen wie aus der Businessclass von Raumschiff Enterprise. Gefällt einem der Juroren die Stimme eines Kandidaten, drückt er auf den „Buzzer“, erst dann drehen sich die Stühle um. Drücken mehrere Juroren gleichzeitig auf den „Buzzer“, darf der Kandidat entscheiden, von welchem dieser Juroren er für die „Battle Round“ trainiert werden will. In den Duellrunden treten jeweils zwei Kandidaten gegeneinander an, wer weiterkommt, darf bei den Liveshows mitmachen. Sieben Stück gibt es insgesamt.

Wann „The Voice of Germany“ startet, und wie die Shows auf die Sender aufgeteilt werden sollen, geben ProSieben und Sat 1 erst demnächst bekannt. Fest steht immerhin schon der Titelsong, eine Coverversion von David Bowie. „We can be heroes just for one day“, singen die Juroren im Quintett. Der „Voice“-Gewinner dürfte allerdings länger als einen Tag ein Held sein wollen. Sonja Pohlmann

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