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Neue Folgen der RTL-Kuppelshow : Filet Mignon für den "Bachelor"

03.01.2013 13:21 Uhrvon
Mann sucht Frau: Jan Kralitschka gibt bei RTL den "Bachelor". Gefällt ihm eine der Kandidatinnen, schenkt er ihr eine Rose. Foto: RTLBild vergrößern
Mann sucht Frau: Jan Kralitschka gibt bei RTL den "Bachelor". Gefällt ihm eine der Kandidatinnen, schenkt er ihr eine Rose. - Foto: RTL

RTL startet mit einer neuen Staffel von "Der Bachelor". Gleich in der ersten Folge gibt es Szenen zu sehen, die sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind.

Der Bachelor – RTL. Manchmal gibt es im Fernsehen Szenen zu sehen, die sind so schlecht, dass sie ein Drehbuchautor niemals zu Papier bringen würde, aus Angst davor, dass sie ihm niemand abnimmt. Solche Szenen gibt es beim „Bachelor“ zu sehen, dem RTL-Format, bei dem ein Mann angeblich seine Traumfrau sucht:


Er: „Grüß dich, ich bin Jan.“ Sie: „Mignon.“ Er: „Wie?“ Sie: „Mignon.“ Er: „Was ist denn das für ein Name?“ Sie: „Das ist französisch.“ Er: „Hätte ich jetzt eher auf asiatisch getippt.“ Sie: „Ne, du kennst doch bestimmt Filet Mignon.“ Er: „Ist das eine Chansonsängerin?“


Er ist der „Bachelor“, Jan Kralitschka, 36, Vater zweier Kinder aus zwei Beziehungen, der im Fernsehen eine neue Frau sucht.

Sie ist eine von 20 Kandidatinnen, die um ihn buhlen – und wie das geschieht, ist Comedy und Drama zugleich. Comedy, weil das einfach nicht ernst gemeint sein kann, was hier gezeigt wird. Drama, weil hier ein Frauenbild präsentiert wird, das erschreckend ist.


Fast alle Kandidatinnen geben an, von Beruf „Model“ zu sein, ist dann eine doch Studentin, läuft im Hintergrund der Song „Super Freak“. Bevor die Frauen dem „Bachelor“ in der Limousine vorgefahren werden wie Vieh, das zur Schlachtung gebracht wird, diskutieren sie darüber, dass das pinke Minikleid ohne "Höschen" noch besser ankommen würde und bemalen sich, als wollten sie in den Krieg ziehen. Dabei versichert der „Bachelor“, „auf den natürlichen Typ“ zu stehen – muss aber vor Begeisterung nach Worten ringen, als ihm die Kandidatin mit dem tiefsten Ausschnitt und der engsten Corsage entgegentritt. Dazwischen kommt es zu Dialogen wie diesen:

Er: „Hi, ich bin Jan“. Sie: „Du suchst eine Traumfrau?“ Er: „Ja, und du suchst einen Traummann?“ Sie: „Ja. Wie heißt du?“ Er: „Jan.“

4,16 Millionen Menschen verfolgten die erste Folge der neuen Staffel am Mittwochabend, in der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war der „Bachelor“ sogar die meistgesehene Sendung, beim Kurznachrichtendienst Twitter gehörte sie zu den Top-Themen. Warum?
Weil der „Bachelor“ so schlechtes Fernsehen ist, dass man es gesehen haben muss – sonst könnte man nicht glauben, dass es so etwas gibt.

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