Neue Hoffnung : Namhafte Interessenten für „FR“

Frank Schmitt, Insolvenzverwalter der "Frankfurter Rundschau", berichtet, es gebe ernst gemeinte Anfragen und Angebote.

Für die zahlungsunfähige „Frankfurter Rundschau“ gibt es Hoffnung: Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt sprach am Dienstag im Hörfunksender HR Info von „namhaften Interessenten“ an der Zeitung. Es gebe nach den ersten Gesprächen seines Erachtens auch wirklich ernst gemeinte Anfragen und Angebote. Das betreffe insgesamt den Verlag, aber auch die Druckerei. Einzelheiten zu den möglichen Käufern wie etwa, aus welcher Branche sie kommen und ob es sich um Investoren aus Deutschland oder anderen Ländern handelt, wollte ein Sprecher des Insolvenzverwalters nicht nennen.

Die „Frankfurter Rundschau“ hatte am 13. November Insolvenzantrag gestellt. Eine Möglichkeit zur Rettung könnte dem Insolvenzverwalter zufolge eine sogenannte übertragende Sanierung sein. „Das heißt, dass ein Geldgeber eher ein Investor wäre, der die Aktiva der Gesellschaft übernimmt“, erläuterte er. Das hätte den Vorteil, dass er keine Schulden übernehmen müsste. So seien ein ganz neuer Start und eine neue Ausrichtung möglich.

Bei einer „übertragenden Sanierung“ wird das Unternehmen mit seinem Produkt oder den Vermögenswerten im Gegensatz zum Insolvenzplanverfahren von einem Interessenten übernommen. Sie läuft häufig auf einen Betriebsübergang hinaus. dapd/Tsp

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